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Architektur

Architektur in Mailand

Mailand vereint in seiner Architektur Jahrhunderte europäischer Baugeschichte. Der Dom mit seiner gotischen Fassade und unzähligen Marmortürmen prägt das Stadtbild ebenso wie die Galleria Vittorio Emanuele Secondo, deren gusseiserne Glaskuppel das 19. Jahrhundert verkörpert. Die Abbazia di Chiaravalle zeigt romanisch-gotische Klosterbaukunst vor den Toren der Stadt, während die Arena Civica Gianni Brera neoklassizistische Strenge ausstrahlt. Jüngere Akzente setzt der Allianz Cloud mit seiner zeitgenössischen Formensprache. Ergänzt wird das Bild durch die Archi di Porta Nuova und sakrale Bauten wie die Basilica Cattedrale di Santa Maria Assunta.

46 Orte · Mailand, Italien · Redaktionell kuratiert

  • Abbazia di Chiaravalle

    Abbazia di Chiaravalle

    Mailand

    NaturGeschichte

    Die Abtei Chiaravalle ist eines der bedeutendsten Zisterzienserklöster Norditaliens, gegründet 1101 vom heiligen Bernhard von Clairvaux persönlich am Rand der lombardischen Ebene südlich von Mailand. Das Ensemble aus Kirche, Kreuzgang und Campanile gilt als Musterbeispiel der zisterziensischen Baukunst in Italien – schlicht, aber von eigentümlicher Stille geprägt. Bemerkenswert ist der achteckige Vierungsturm, den die Zisterzienser hier trotz ihrer sonst strengen Bescheidenheit errichteten – eine seltene Ausnahme für den Orden. Die Fresken im Inneren stammen aus verschiedenen Epochen und zeigen, wie das Kloster über die Jahrhunderte immer wieder erneuert wurde. Heute liegt die Abtei mitten im Parco Agricolo Sud Milano und ist nach wie vor von Mönchen bewohnt. Besucher können zu bestimmten Zeiten den Kreuzgang besichtigen und erleben eine ungewöhnliche Mischung aus aktiver Klostergemeinschaft und Stadtrandidylle.

  • Abbazia di Morimondo

    Abbazia di Morimondo

    Mailand

    NaturGeschichte

    Das Kloster Morimondo in der Lombardei ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster aus dem Jahr 1101, gegründet als Tochterhaus der burgundischen Abtei Morimond. Der erhaltene Baukomplex zeigt eine seltene Mischung aus Romanik und Gotik: das schlichte Langhaus, die filigranen Kreuzgratgewölbe und der Kreuzgang vermitteln noch heute die asketische Spiritualität des Ordens. Die Anlage wurde an der Grenze zweier norditalienischer Stadtstaaten erbaut – ein strategischer Ort, der die Rolle der Zisterzienser als Vermittler zwischen Mailand und Pavia verdeutlicht. Heute ist das Kloster als nationales Denkmal Italiens geschützt und beherbergt wieder eine kleine Mönchsgemeinschaft; der Klostergarten mit Kräutern und alten Obstbäumen ist für Besucher zugänglich.

  • Abbazia di San Pietro al Monte

    Abbazia di San Pietro al Monte

    Mailand

    KulturGeschichteAktivitäten+1

    Hoch über dem Dorf Civate in der Provinz Lecco, erreichbar nur zu Fuß über einen Bergpfad, liegt eine der am besten erhaltenen vorromanischen Klosteranlagen Italiens. San Pietro al Monte wurde um das Jahr 1000 erbaut und vereint zwei Kirchen – San Pietro und San Benedetto al Vallone – auf einem schmalen Bergrücken oberhalb des Lago di Annone. Im Inneren von San Pietro sind Fresken und ein Baldachin-Taufbecken aus dem 11. Jahrhundert erhalten, die zu den seltensten liturgischen Raumausstattungen des frühen Mittelalters in Norditalien zählen. Die Ikonographie der Apsismalereien mit ihrer Apokalypse-Darstellung ist ungewöhnlich vollständig. Heute ist die Anlage unbewohnt, aber regelmäßig zugänglich. Der Aufstieg von Civate dauert etwa 45 Minuten und lohnt sich allein schon für den Ausblick über das Brianza-Tal – die Klostergebäude am Ende des Weges wirken dann wie eine Entdeckung.

  • Accademia Carrara

    Accademia Carrara

    Mailand

    KulturGeschichte

    Die Accademia Carrara in Bergamo ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Norditaliens, gegründet um 1780 vom Sammler und Kunstkenner Giacomo Carrara. Die Sammlung umfasst rund 1800 Werke von Bellini, Botticelli, Raphael und Tizian bis hin zu venezianischen und lombardischen Meistern des 15. bis 19. Jahrhunderts. Besonders bemerkenswert: Carrara vermachte seine gesamte Kollektion der Stadt Bergamo – ein für das 18. Jahrhundert außergewöhnlicher Akt bürgerlichen Mäzenatentums. Neben dem Museum beherbergt die Anlage eine Kunstakademie, die heute mit dem Konservatorium zur neuen Kunsthochschule Bergamos fusioniert ist. Das klassizistische Gebäude liegt in der Unterstadt, unweit der historischen Mauern der Città Alta.

  • Basilica di San Magno

    Basilica di San Magno

    Mailand

    Geschichte

    Die Basilica di San Magno ist die Hauptpfarrkirche von Legnano in der Lombardei und eine der bedeutendsten Renaissance-Kirchen Norditaliens. Zwischen 1504 und 1513 nach Plänen von Donato Bramante errichtet, zeigt sie die klassische Eleganz der Hochrenaissance – mit harmonischen Proportionen, einem markanten Zentralbau und üppigen Fresken im Inneren. Der freistehende Glockenturm wurde erst zwischen 1752 und 1791 hinzugefügt. Seit 1950 trägt sie den Ehrentitel einer Basilica minor, verliehen von Papst Pius XII. Das Gebäude steht unter Schutz als Nationales Baudenkmal Italiens.

  • Basilica di Santa Maria Maggiore

    Basilica di Santa Maria Maggiore

    Mailand

    GeschichteGeheimtipps

    Die Basilica di Santa Maria Maggiore ist eine der herausragendsten Kirchen der Oberstadt Bergamos. Der Bau begann 1137 im romanischen Stil, blieb jedoch über Jahrhunderte architektonisch unvollendet. Besonders bemerkenswert ist die nördliche Querhausfassade mit einer eleganten Vorhalle aus dem 14. Jahrhundert. Im Inneren beeindrucken reiche Wandteppiche und Deckengemälde. Die Kirche ist eng mit dem Leben des Komponisten Gaetano Donizetti verbunden, der hier getauft und begraben wurde. Sie ist als nationales Baudenkmal Italiens geschützt.

  • Basilika San Gaudenzio

    Basilika San Gaudenzio

    Mailand

    Kultur

    Die Basilika San Gaudenzio ist das architektonische Wahrzeichen Novaras im Piemont. Der Bau begann 1577 nach Plänen von Pellegrino Tibaldi; die berühmte Kuppel auf hohem Tambour überragt die gesamte Stadt. Die Kirche ist dem Stadtpatron Gaudentius von Novara geweiht, dem ersten Bischof der Stadt. Im Inneren beeindrucken reiche Barockausstattung und ein geschwungener Turm, den Alessandro Antonelli im 19. Jahrhundert vollendete. Als höchster Punkt Novaras sieht man die Kuppel bei klarem Wetter bis zu den Alpen.

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