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Kultur

Kultur in Mailand

Mailand verbindet auf engstem Raum sakrale und weltliche Kulturgeschichte. Der Dom, eine der größten gotischen Kirchen der Welt, und die benachbarte Galleria Vittorio Emanuele Secondo prägen das Herz der Stadt. Frühchristliche Bauten wie die Basilica di San Lorenzo Maggiore zeugen von einer Schichtung, die Jahrtausende umfasst. Das Bagatti Valsecchi Museum gewährt Einblicke in das Leben des 19. Jahrhunderts, während das Alfa Romeo Museum Industriegeschichte als Kulturgut begreift. Auch im Umland finden sich Schätze: die Abbazia di San Pietro al Monte, die Accademia Carrara in Bergamo und das Arengario di Monza erweitern das kulturelle Bild der Region.

25 Orte · Mailand, Italien · Redaktionell kuratiert

  • Abbazia di San Pietro al Monte

    Abbazia di San Pietro al Monte

    Mailand

    ArchitekturGeschichteAktivitäten+1

    Hoch über dem Dorf Civate in der Provinz Lecco, erreichbar nur zu Fuß über einen Bergpfad, liegt eine der am besten erhaltenen vorromanischen Klosteranlagen Italiens. San Pietro al Monte wurde um das Jahr 1000 erbaut und vereint zwei Kirchen – San Pietro und San Benedetto al Vallone – auf einem schmalen Bergrücken oberhalb des Lago di Annone. Im Inneren von San Pietro sind Fresken und ein Baldachin-Taufbecken aus dem 11. Jahrhundert erhalten, die zu den seltensten liturgischen Raumausstattungen des frühen Mittelalters in Norditalien zählen. Die Ikonographie der Apsismalereien mit ihrer Apokalypse-Darstellung ist ungewöhnlich vollständig. Heute ist die Anlage unbewohnt, aber regelmäßig zugänglich. Der Aufstieg von Civate dauert etwa 45 Minuten und lohnt sich allein schon für den Ausblick über das Brianza-Tal – die Klostergebäude am Ende des Weges wirken dann wie eine Entdeckung.

  • Accademia Carrara

    Accademia Carrara

    Mailand

    ArchitekturGeschichte

    Die Accademia Carrara in Bergamo ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Norditaliens, gegründet um 1780 vom Sammler und Kunstkenner Giacomo Carrara. Die Sammlung umfasst rund 1800 Werke von Bellini, Botticelli, Raphael und Tizian bis hin zu venezianischen und lombardischen Meistern des 15. bis 19. Jahrhunderts. Besonders bemerkenswert: Carrara vermachte seine gesamte Kollektion der Stadt Bergamo – ein für das 18. Jahrhundert außergewöhnlicher Akt bürgerlichen Mäzenatentums. Neben dem Museum beherbergt die Anlage eine Kunstakademie, die heute mit dem Konservatorium zur neuen Kunsthochschule Bergamos fusioniert ist. Das klassizistische Gebäude liegt in der Unterstadt, unweit der historischen Mauern der Città Alta.

  • Basilika San Gaudenzio

    Basilika San Gaudenzio

    Mailand

    Architektur

    Die Basilika San Gaudenzio ist das architektonische Wahrzeichen Novaras im Piemont. Der Bau begann 1577 nach Plänen von Pellegrino Tibaldi; die berühmte Kuppel auf hohem Tambour überragt die gesamte Stadt. Die Kirche ist dem Stadtpatron Gaudentius von Novara geweiht, dem ersten Bischof der Stadt. Im Inneren beeindrucken reiche Barockausstattung und ein geschwungener Turm, den Alessandro Antonelli im 19. Jahrhundert vollendete. Als höchster Punkt Novaras sieht man die Kuppel bei klarem Wetter bis zu den Alpen.

  • Cappella Colleoni

    Cappella Colleoni

    Mailand

    ArchitekturGeschichte

    Die Cappella Colleoni in der Altstadt von Bergamo ist eine der prächtigsten Grabkapellen der italienischen Renaissance. 1471 vom Söldnerführer Bartolomeo Colleoni in Auftrag gegeben und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht, zeigt ihre Fassade ein meisterhaftes Marmormosaik aus dem 15. Jahrhundert. Im Inneren ruhen Colleoni selbst und seine jung verstorbene Tochter Medea – das Monument gilt als Höhepunkt der lombardischen Skulpturkunst und ist ein italienisches Nationalmonument.

  • Certosa di Garegnano

    Certosa di Garegnano

    Mailand

    ArchitekturGeschichte

    Die Certosa di Garegnano, auch als Certosa di Milano bekannt, ist ein ehemaliges Kartäuserkloster im nordwestlichen Mailänder Stadtteil Garegnano. Gegründet 1349 unter Erzbischof Giovanni Visconti, gehört das Ensemble zu den bedeutendsten mittelalterlichen Sakralbauten der Lombardei. Das Innere der Klosterkirche besticht durch ausgedehnte Freskenzyklen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, darunter Werke von Daniele Crespi, die Szenen aus dem Leben des Ordensgründers Bruno von Köln zeigen. Heute beherbergt das Kloster eine Gemeinschaft der Kapuziner. Das vollständige Ensemble steht als Nationalmonument unter Schutz und ist ein stilles Gegenstück zur hektischen Großstadt draußen vor den Mauern.

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