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Architektur

Architektur in Stockholm

Stockholms Architektur spannt einen weiten Bogen: Die Adolf-Fredrik-Kirche und der Axel-Oxenstierna-Palast zeugen vom barocken Stadtbild des 17. und 18. Jahrhunderts, während das Schloss Åkeshovs und die mittelalterlichen Ruinen von Alsnö hus noch ältere Schichten freilegen. Dazwischen stehen so unterschiedliche Bauten wie der Kunstbau des Biologischen Museums, die Konzerthalle Berwaldhallen und das als Jugendherberge genutzte Segelschulschiff Af Chapman. Jährsta slott, der Bonde-Palast und der Ågestareaktorkomplex ergänzen ein Stadtbild, das Epochen und Funktionen auf engstem Raum vereint.

30 Orte · Stockholm, Schweden · Redaktionell kuratiert

  • 3Arena

    3Arena

    Stockholm

    KulturGeschichteAktivitäten+2

    Die 3Arena ist eine Multifunktionsarena mit schließbarem Dach im Stockholmer Stadtteil Johanneshov, eröffnet 2013. Mit bis zu 45.000 Plätzen für Konzerte und 35.000 für Fußball ist sie Schwedens größte Veranstaltungsstätte. Heimspielort von Djurgårdens IF und Hammarby IF, erfüllt sie FIFA- und UEFA-Anforderungen für internationale Spiele.

  • Adolf-Friedrich-Kirche

    Adolf-Friedrich-Kirche

    Stockholm

    KulturGeheimtipps

    Die Adolf-Friedrich-Kirche ist ein geschütztes Kirchengebäude im Stockholmer Stadtteil Norrmalm, erbaut 1768–1774 nach Plänen von Carl Fredrik Adelcrantz. Sie ist nach König Adolf Friedrich von Schweden benannt und ersetzte eine Holzkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Außergewöhnlich: In der Kirche ist René Descartes begraben — die sterblichen Überreste des Philosophen wurden 1666 hierher überführt, nachdem er 1650 in Stockholm verstorben war. Heute ist sie eine aktive Gemeindekirche mit regelmäßigen Konzerten.

  • Af Chapman

    Af Chapman

    Stockholm

    GeschichteGeheimtipps

    Die Af Chapman ist ein eisernes Vollschiff aus dem Jahr 1888 — drittältestes erhaltenes Eisenvollschiff weltweit — und liegt vor Anker auf der Insel Skeppsholmen im Herzen Stockholms. Das unter britischer Flagge als Dunboyne gebaute Schiff wechselte mehrfach Namen und Eigentümer, bevor es 1949 zum schwedischen Staatseigentum wurde. Heute ist es eine der bekanntesten Jugendherbergen Skandinaviens: Gäste schlafen in ehemaligen Matrosenkojen an Bord des historischen Schiffes mit Blick auf die Altstadt.

  • Ågestareaktorn

    Ågestareaktorn

    Stockholm

    GeschichteWissen

    Im Fels unter einem Hügel bei Ågesta im Stockholmer Vorort Huddinge liegt eine der bemerkenswertesten technischen Hinterlassenschaften Schwedens: der Ågestareaktorn, Schwedens erstes kommerziell betriebenes Kernkraftwerk. Der Bau begann 1957, die Anlage wurde tief in den Granit gesprengt – aus Sicherheitsgründen und weil der Fels selbst als Abschirmung wirkte. Von 1964 bis 1974 erzeugte der Reaktor überwiegend Fernwärme für den Stockholmer Stadtteil Farsta, daneben auch eine kleine Menge Strom. Beides gemeinsam war damals ein Pilotprojekt für die Nutzung der Kernkraft im zivilen Alltag. Nach der Abschaltung 1974 dauerte die Stillegung bis weit in die 1980er-Jahre; die unterirdischen Räume existieren noch heute. Der Reaktor ist kein Besucherort, aber er steht als stilles Relikt eines Kapitels schwedischer Technikgeschichte, das oft vergessen wird.

  • Alsnö hus

    Alsnö hus

    Stockholm

    KulturNaturGeschichte

    Alsnoe hus ist die Ruine eines koeniglichen Palasts aus dem 13. Jahrhundert auf der Insel Adelsoen im Maelaren, nordwestlich von Stockholm. Der Name lebt im schwedischen Recht fort: Hier wurde 1280 das Alsnoe-Statut verabschiedet, das den Adel von Steuern befreite und die schwedische Standesgesellschaft formierte. Die Ruine gehoert zu Hovgaarden, das gemeinsam mit dem benachbarten Birka (Wikinger-Handelszentrum) seit 1993 UNESCO-Welterbe ist.

  • Altstadt

    Altstadt

    Stockholm

    KulturGeschichteGeheimtipps

    Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms auf der Insel Stadsholmen — eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Nordeuropas. Die engen Gassen, bunten Fassaden des 17. und 18. Jahrhunderts und das Kopfsteinpflaster tragen kaum veraendert die Struktur der Gruendungsstadt des 13. Jahrhunderts. Hier stehen das Koenigliche Schloss (Nicodemus Tessin), die Storkyrkan mit Bernt Notkes gotischer Georgsstatue von 1489 sowie die Deutsche Kirche. Die Stimmung ist unverwechselbar — enge Gaesschen wie die Maerten Trotzigs Graend (90 cm breit) fuehren in verwinkelte Winkel.

  • Axel Oxenstiernas Palast

    Axel Oxenstiernas Palast

    Stockholm

    KulturGeschichteGeheimtipps

    Der Palast des Reichskanzlers Axel Oxenstierna in Gamla Stan, Stockholms Altstadt, ist eines der bedeutendsten Barockgebaude Schwedens, 1653-1668 nach Entwurfen von Jean de la Vallée erbaut. Oxenstierna war einer der machtigsten Staatsmanner des 17. Jahrhunderts und de-facto-Regent Schwedens wahrend der Minderjahrigkeit von Konigin Christina. Der Palast steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute das Stockholmer Stadtarchiv.

  • Bältesspännarna

    Bältesspännarna

    Stockholm

    KulturMystik

    Bältesspaennarna, auf Deutsch „Die Messerkämpfer" oder „Die Gürtelspanner", ist eine nationalromantische Bronzeskulptur des schwedischen Bildhauers Johan Peter Molin aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie zeigt zwei Männer beim mythischen Zweikampf des „Gürtelspannens" – einem archaischen Kräftemessen, das Molinseiner Epoche als Symbol nordischer Stärke und Ehrenhaftigkeit galt. Die Skulptur wurde zu Molins internationalem Durchbruch und war für eine Zeit in ganz Europa bekannt. Von ihr existieren mehrere Ausführungen, unter anderem vor dem Nationalmuseum Stockholm. Sie steht für eine romantische Verklärung nordischer Mythenwelt, die das 19. Jahrhundert prägte.

  • Berwaldhallen

    Berwaldhallen

    Stockholm

    Kultur

    Die Berwaldhalle in Stockholms Stadtteil Östermalm ist das Zuhause des Schwedischen Rundfunkorchesters (Sveriges Radios Symfoniorkester) und ein Fixpunkt der klassischen Musik in Skandinavien. Eröffnet 1979, trägt sie den Namen von Franz Berwald — einem der wichtigsten schwedischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, dessen Sinfonien heute wieder zu Unrecht wenig gespielt werden. Das Gebäude wurde vom schwedischen Architekten Stig Ancker entworfen und besticht durch seine charakteristische Saalakustik, die für Orchesteraufnahmen und Livekonzerte gleichermaßen geschätzt wird. Neben Sinfoniekonzerten finden hier Kammermusikabende, Jazzveranstaltungen und Festivals statt. Die Halle ist Teil des kulturellen Erbes Stockholms und ein Muss für Musikliebhaber, die über das übliche Touristenprogramm hinausgehen wollen.

  • Biologisches Museum

    Biologisches Museum

    Stockholm

    NaturFamilienausflügeGeheimtipps+1

    Das Biologische Museum auf Stockholms Museumsinsel Djurgården ist ein Kleinod aus der Gründerzeit der modernen Naturwissenschaften. Eröffnet 1893, zeigt es skandinavische Säugetiere und Vögel als ausgestopfte Tiere in großformatigen Dioramen — Panoramen, die Wald, Fjäll und Küste nachbilden und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung inszenieren. Diese Technik, damals Spitzentechnologie der Museumspädagogik, verleiht dem Haus einen einzigartigen viktorianischen Charme. Das hölzerne Gebäude selbst, von Agi Lindegren im nordischen Stil entworfen, ist denkmalgeschützt und fügt sich malerisch in die Parklandschaft Djurgårdens ein. Für Familien, Naturinteressierte und alle, die Museen abseits des Massentourismus suchen, ist es ein echter Geheimtipp.

  • Bondesches Palais

    Bondesches Palais

    Stockholm

    Geschichte

    Das Bondesche Palais ist eines der ältesten erhaltenen Adelspalais Stockholms und prägt noch heute das Bild der Altstadt Gamla Stan. Zwischen 1662 und 1673 für den mächtigen Reichsschatzmeister Gustaf Bonde errichtet, zeigt es die frühe Barockarchitektur Schwedens in ihrer vornehmen Zurückhaltung. Der Architekt Jean de la Vallée entwarf ein Gebäude, das Repräsentation und Wohnkomfort elegant vereint. Nach wechselvoller Geschichte diente das Palais als Sitz des Obersten Gerichtshofs Schwedens. Heute beherbergt es das Kammarrätten — eines der schwedischen Berufungsgerichte — und lässt sich von außen in seiner historischen Fassade bewundern.

  • Burg Tre Kronor

    Burg Tre Kronor

    Stockholm

    GeschichteGeheimtippsMystik

    Die Burg Tre Kronor war die mittelalterliche Stammburg der schwedischen Könige und stand an der Stelle des heutigen Stockholmer Schlosses. Im 13. Jahrhundert von Birger Jarl als Befestigungsanlage auf einer Felseninsel angelegt, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte zu einer mächtigen Residenz ausgebaut. Ihren Namen — Drei Kronen — verdankt sie den drei goldenen Kronen auf dem Burgturm, die auch heute noch das schwedische Staatswappen zieren. 1697 brannte die Burg vollständig nieder; an ihrer Stelle entstand das barocke Königliche Schloss, das bis heute steht. Reste der Burganlage sind im Untergeschoss des heutigen Schlosses zu besichtigen — ein stiller Zeuge der langen Geschichte Stockholms.

  • Centralbron

    Centralbron

    Stockholm

    Geheimtipps

    Centralbron — die Zentralbrücke — ist Stockholms wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Stadtzentrum. Die sechsspurige Brückenanlage aus dem Jahr 1959 führt vom Hauptbahnhof in Norrmalm über Gamla Stan und Riddarholmen bis zum Söderledstunneln in Södermalm und überquert dabei den Ström, das Wasser zwischen Mälar und Ostsee. Sie ist weniger ein Ausflugsziel als ein unvermeidlicher Teil des Stockholmer Stadtbilds: Wer mit dem Bus, Taxi oder Auto durch die Innenstadt fährt, überquert sie fast zwangsläufig. Zu Fuß oder mit dem Rad lassen sich von der Brücke beeindruckende Blicke auf Gamla Stan, den Riddarfjärden und das Rathaus erhaschen — als Fußgängerbrücke war sie nie gedacht, der Blick ist trotzdem das Mitnehmen wert.

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