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Geschichte

Geschichte in Stockholm

Stockholm, die schwedische Hauptstadt am Zusammenfluss von Mälaren und Ostsee, trägt Jahrhunderte der Geschichte in seinen Bauten. Die mittelalterliche Burganlage Almare-Stäkets borg und das frühmittelalterliche Alsnö hus zeugen von der Zeit der schwedischen Könige, während das Axel-Oxenstierna-Palais und der Bonde-Palast die Epoche des schwedischen Großmachtstatus verkörpern. Schloss Drottningholm und SchlossÅrsta repräsentieren höfische Architektur verschiedener Jahrhunderte. Das Segelschulschiff Af Chapman, die historischen Brücken Danviksbron und Djurgårdsbrон sowie die romanische Bromma-Kirche ergänzen das Bild. Selbst die Technikgeschichte findet ihren Platz – im stillgelegten Kernreaktor Ågesta.

30 Orte · Stockholm, Schweden · Redaktionell kuratiert

  • 3Arena

    3Arena

    Stockholm

    ArchitekturKulturAktivitäten+2

    Die 3Arena ist eine Multifunktionsarena mit schließbarem Dach im Stockholmer Stadtteil Johanneshov, eröffnet 2013. Mit bis zu 45.000 Plätzen für Konzerte und 35.000 für Fußball ist sie Schwedens größte Veranstaltungsstätte. Heimspielort von Djurgårdens IF und Hammarby IF, erfüllt sie FIFA- und UEFA-Anforderungen für internationale Spiele.

  • Af Chapman

    Af Chapman

    Stockholm

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Af Chapman ist ein eisernes Vollschiff aus dem Jahr 1888 — drittältestes erhaltenes Eisenvollschiff weltweit — und liegt vor Anker auf der Insel Skeppsholmen im Herzen Stockholms. Das unter britischer Flagge als Dunboyne gebaute Schiff wechselte mehrfach Namen und Eigentümer, bevor es 1949 zum schwedischen Staatseigentum wurde. Heute ist es eine der bekanntesten Jugendherbergen Skandinaviens: Gäste schlafen in ehemaligen Matrosenkojen an Bord des historischen Schiffes mit Blick auf die Altstadt.

  • Ågestareaktorn

    Ågestareaktorn

    Stockholm

    ArchitekturWissen

    Im Fels unter einem Hügel bei Ågesta im Stockholmer Vorort Huddinge liegt eine der bemerkenswertesten technischen Hinterlassenschaften Schwedens: der Ågestareaktorn, Schwedens erstes kommerziell betriebenes Kernkraftwerk. Der Bau begann 1957, die Anlage wurde tief in den Granit gesprengt – aus Sicherheitsgründen und weil der Fels selbst als Abschirmung wirkte. Von 1964 bis 1974 erzeugte der Reaktor überwiegend Fernwärme für den Stockholmer Stadtteil Farsta, daneben auch eine kleine Menge Strom. Beides gemeinsam war damals ein Pilotprojekt für die Nutzung der Kernkraft im zivilen Alltag. Nach der Abschaltung 1974 dauerte die Stillegung bis weit in die 1980er-Jahre; die unterirdischen Räume existieren noch heute. Der Reaktor ist kein Besucherort, aber er steht als stilles Relikt eines Kapitels schwedischer Technikgeschichte, das oft vergessen wird.

  • Alsnö hus

    Alsnö hus

    Stockholm

    ArchitekturKulturNatur

    Alsnoe hus ist die Ruine eines koeniglichen Palasts aus dem 13. Jahrhundert auf der Insel Adelsoen im Maelaren, nordwestlich von Stockholm. Der Name lebt im schwedischen Recht fort: Hier wurde 1280 das Alsnoe-Statut verabschiedet, das den Adel von Steuern befreite und die schwedische Standesgesellschaft formierte. Die Ruine gehoert zu Hovgaarden, das gemeinsam mit dem benachbarten Birka (Wikinger-Handelszentrum) seit 1993 UNESCO-Welterbe ist.

  • Altstadt

    Altstadt

    Stockholm

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms auf der Insel Stadsholmen — eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Nordeuropas. Die engen Gassen, bunten Fassaden des 17. und 18. Jahrhunderts und das Kopfsteinpflaster tragen kaum veraendert die Struktur der Gruendungsstadt des 13. Jahrhunderts. Hier stehen das Koenigliche Schloss (Nicodemus Tessin), die Storkyrkan mit Bernt Notkes gotischer Georgsstatue von 1489 sowie die Deutsche Kirche. Die Stimmung ist unverwechselbar — enge Gaesschen wie die Maerten Trotzigs Graend (90 cm breit) fuehren in verwinkelte Winkel.

  • Armémuseum

    Armémuseum

    Stockholm

    GeheimtippsWissen

    Das Armeemuseum (Armemuseum) in Stockholm widmet sich der schwedischen Militargeschichte von der Wikingerzeit bis in die Gegenwart. Gegrundet 1879, befindet es sich im Ostlichen Stadtkern unweit des Stadsholmen. Die Sammlung zeigt Uniformen, Waffen, Ausrustung und schildert Schwedens Rolle in den grossen europaischen Konflikten sowie die Entwicklung der schwedischen Streitkrafte.

  • Axel Oxenstiernas Palast

    Axel Oxenstiernas Palast

    Stockholm

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Der Palast des Reichskanzlers Axel Oxenstierna in Gamla Stan, Stockholms Altstadt, ist eines der bedeutendsten Barockgebaude Schwedens, 1653-1668 nach Entwurfen von Jean de la Vallée erbaut. Oxenstierna war einer der machtigsten Staatsmanner des 17. Jahrhunderts und de-facto-Regent Schwedens wahrend der Minderjahrigkeit von Konigin Christina. Der Palast steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute das Stockholmer Stadtarchiv.

  • Birka und Hovgården

    Birka und Hovgården

    Stockholm

    KulturAktivitäten

    Birka und Hovgården sind zwei archäologische Fundstätten auf den benachbarten Inseln Björkö und Adelsön im schwedischen Mälarsee, die gemeinsam seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Birka war vom 8. bis zum 10. Jahrhundert der wichtigste Handelsplatz Skandinaviens – ein pulsierendes Zentrum, in dem Kaufleute aus Nordeuropa, dem Frankenreich und sogar aus dem arabischen Raum zusammentrafen. Das Fundgut aus Birkas Gräberfeldern, zu denen über 3.000 Grabhügel gehören, zeigt eindrücklich die Reichweite der Wikinger-Handelsnetzwerke. Hovgården auf der benachbarten Insel Adelsön war ein königlicher Wohnsitz, der die politische Macht hinter dem florierenden Handel verkörperte. Zusammen erzählen die beiden Stätten von den zwei Jahrhunderten, in denen die Wikinger wirtschaftlich und politisch Europa prägten. Heute ist Birka per Fähre von Stockholm aus erreichbar und bietet Führungen, ein Museum und lebendige Rekonstruktionen.

  • Bondesches Palais

    Bondesches Palais

    Stockholm

    Architektur

    Das Bondesche Palais ist eines der ältesten erhaltenen Adelspalais Stockholms und prägt noch heute das Bild der Altstadt Gamla Stan. Zwischen 1662 und 1673 für den mächtigen Reichsschatzmeister Gustaf Bonde errichtet, zeigt es die frühe Barockarchitektur Schwedens in ihrer vornehmen Zurückhaltung. Der Architekt Jean de la Vallée entwarf ein Gebäude, das Repräsentation und Wohnkomfort elegant vereint. Nach wechselvoller Geschichte diente das Palais als Sitz des Obersten Gerichtshofs Schwedens. Heute beherbergt es das Kammarrätten — eines der schwedischen Berufungsgerichte — und lässt sich von außen in seiner historischen Fassade bewundern.

  • Burg Almarestäket

    Burg Almarestäket

    Stockholm

    NaturFamilienausflüge

    Die Burg Almarestäket war eine mittelalterliche Befestigungsanlage auf der ehemaligen Insel Stäketsholmen im See Mälaren, nordöstlich von Stockholm. Der Name leitet sich vom altschwedischen Wort für in seichtes Wasser gerammte Pfähle ab — ob diese einst der Verteidigung oder als Pfahlbaugrundlage eines Fischerdorfs dienten, ist bis heute ungeklärt. Die Ruinen zeugen von der strategischen Bedeutung dieser Wasserlage im Mittelalter. Heute ist die ehemalige Insel durch Landveränderungen mit dem Festland verbunden und die Überreste fügen sich in die idyllische Seenlandschaft rund um Stockholm ein.

  • Burg Tre Kronor

    Burg Tre Kronor

    Stockholm

    ArchitekturGeheimtippsMystik

    Die Burg Tre Kronor war die mittelalterliche Stammburg der schwedischen Könige und stand an der Stelle des heutigen Stockholmer Schlosses. Im 13. Jahrhundert von Birger Jarl als Befestigungsanlage auf einer Felseninsel angelegt, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte zu einer mächtigen Residenz ausgebaut. Ihren Namen — Drei Kronen — verdankt sie den drei goldenen Kronen auf dem Burgturm, die auch heute noch das schwedische Staatswappen zieren. 1697 brannte die Burg vollständig nieder; an ihrer Stelle entstand das barocke Königliche Schloss, das bis heute steht. Reste der Burganlage sind im Untergeschoss des heutigen Schlosses zu besichtigen — ein stiller Zeuge der langen Geschichte Stockholms.

  • Danviksbron

    Danviksbron

    Stockholm

    NaturWissenAussicht

    Die Danviksbron verbindet seit 1922 den Stockholmer Stadtteil Södermalm mit Nacka und überspannt dabei den Hammarbyleden, eine wichtige Wasserstraße im Osten der schwedischen Hauptstadt. Die Brücke gehört zur alltäglichen Infrastruktur Stockholms und bietet Fußgängern wie Radfahrern schöne Ausblicke auf die umliegenden Gewässer und Stadtteile. Im frühen 20. Jahrhundert war diese Verbindung bedeutsam für die Industrieentwicklung der östlichen Stadtteile. Heute führt die Route viele Stockholmer täglich über das Wasser, und von der Brücke aus eröffnen sich stille Panoramen über Kanäle und Schären. Ein unauffälliger, aber charakteristischer Bestandteil des Stockholmer Stadtbildes.

  • Djurgårdsbron

    Djurgårdsbron

    Stockholm

    ArchitekturAktivitätenGeheimtipps+1

    Die Djurgårdsbron ist eine elegante Brücke aus dem Jahr 1897, die Stockholms Innenstadt mit der Halbinsel Djurgården verbindet. Sie markiert die westliche Einfahrt in den Djurgårdsbrunnsviken und ist mit vier vergoldeten Statuen geschmückt, die germanische Götter und historische schwedische Figuren darstellen. Die Brücke war einst für Pferdebahnen ausgelegt und ist heute Teil der beliebtesten Fußgänger- und Fahrradroute Stockholms, die zu Museen wie dem Vasa-Museum, dem Skansen und dem ABBA Museum führt. Der Blick vom Brückengeländer auf das Wasser und die Altstadt Gamla Stan gehört zu den schönsten kurzen Ausblicken der Stadt – ohne Warteschlange, ohne Eintritt, nur zum Drübergehen.

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