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Wissen & Bildung in Stockholm

Stockholm bietet überraschend vielfältige Orte, an denen Wissen greifbar wird. Die Bergianska trädgården und das Biologische Museum erschließen die Naturwelt, während das Schwedische Heeresmuseum die Militärgeschichte des Landes dokumentiert. Technik- und Wissenschaftsgeschichte zeigt sich im Ågesta-Reaktor, Schwedens erstem Kernreaktor, und in der Ytterby-Mine, wo mehrere chemische Elemente entdeckt wurden. Das Grabmal von Samuel Klingenstierna und Olof von Dalin erinnert an bedeutende Gelehrte des 18. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Angebot durch das Leksaksmuseet, ABBA: The Museum, das Frescatibiblioteket sowie das Blanche Theatre und die historische Danviksbron.

11 Orte · Stockholm, Schweden · Redaktionell kuratiert

  • ABBA The Museum

    ABBA The Museum

    Stockholm

    KulturGeheimtipps

    Das ABBA The Museum eröffnete im Mai 2013 auf Djurgården in Stockholm als interaktive Ausstellung über die erfolgreichste schwedische Popgruppe. Besucher können in Hologramm-Form mit ABBA auf der Bühne stehen, Kostüme anprobieren und im Virtual-Studio-Setting auftreten. Das Museum ist Teil der Swedish Music Hall of Fame und empfängt bis zu einer Million Gäste jährlich. Kein passives Begucken — alles ist auf Mitmachen ausgelegt.

  • Ågestareaktorn

    Ågestareaktorn

    Stockholm

    ArchitekturGeschichte

    Im Fels unter einem Hügel bei Ågesta im Stockholmer Vorort Huddinge liegt eine der bemerkenswertesten technischen Hinterlassenschaften Schwedens: der Ågestareaktorn, Schwedens erstes kommerziell betriebenes Kernkraftwerk. Der Bau begann 1957, die Anlage wurde tief in den Granit gesprengt – aus Sicherheitsgründen und weil der Fels selbst als Abschirmung wirkte. Von 1964 bis 1974 erzeugte der Reaktor überwiegend Fernwärme für den Stockholmer Stadtteil Farsta, daneben auch eine kleine Menge Strom. Beides gemeinsam war damals ein Pilotprojekt für die Nutzung der Kernkraft im zivilen Alltag. Nach der Abschaltung 1974 dauerte die Stillegung bis weit in die 1980er-Jahre; die unterirdischen Räume existieren noch heute. Der Reaktor ist kein Besucherort, aber er steht als stilles Relikt eines Kapitels schwedischer Technikgeschichte, das oft vergessen wird.

  • Armémuseum

    Armémuseum

    Stockholm

    GeschichteGeheimtipps

    Das Armeemuseum (Armemuseum) in Stockholm widmet sich der schwedischen Militargeschichte von der Wikingerzeit bis in die Gegenwart. Gegrundet 1879, befindet es sich im Ostlichen Stadtkern unweit des Stadsholmen. Die Sammlung zeigt Uniformen, Waffen, Ausrustung und schildert Schwedens Rolle in den grossen europaischen Konflikten sowie die Entwicklung der schwedischen Streitkrafte.

  • Bergianska trädgården

    Bergianska trädgården

    Stockholm

    NaturRomantik

    Der Bergianska trädgården ist Stockholms botanischer Garten, gelegen am Ufer des Sees Brunnsviken im Universitätsviertel Frescati im nördlichen Djurgården. Die Anlage geht auf die Bergius-Stiftung zurück und steht seit 1993 unter Denkmalschutz als Byggnadsminne. Das Herzstück ist das viktorianische Gewächshaus Victoriahuset, in dem spektakuläre Seerosen der Art Victoria amazonica gedeihen, die Blätter mit einem Durchmesser von bis zu zwei Metern tragen. Der Garten beherbergt zudem eine umfangreiche Sammlung einheimischer und exotischer Pflanzen sowie eine alte Eichenallee. Der nahe gelegene See und das ruhige Universitätsmilieu machen ihn zu einem der entspanntesten Ausflugsziele Stockholms abseits des Trubels.

  • Biologisches Museum

    Biologisches Museum

    Stockholm

    ArchitekturNaturFamilienausflüge+1

    Das Biologische Museum auf Stockholms Museumsinsel Djurgården ist ein Kleinod aus der Gründerzeit der modernen Naturwissenschaften. Eröffnet 1893, zeigt es skandinavische Säugetiere und Vögel als ausgestopfte Tiere in großformatigen Dioramen — Panoramen, die Wald, Fjäll und Küste nachbilden und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung inszenieren. Diese Technik, damals Spitzentechnologie der Museumspädagogik, verleiht dem Haus einen einzigartigen viktorianischen Charme. Das hölzerne Gebäude selbst, von Agi Lindegren im nordischen Stil entworfen, ist denkmalgeschützt und fügt sich malerisch in die Parklandschaft Djurgårdens ein. Für Familien, Naturinteressierte und alle, die Museen abseits des Massentourismus suchen, ist es ein echter Geheimtipp.

  • Blancheteatern

    Blancheteatern

    Stockholm

    Kultur

    Das Blancheteatern war ein privates Theater in der Västra Trädgardsgatan im Herzen Stockholms. Es zählte zu den Spielstätten, die das kulturelle Theaterleben der schwedischen Hauptstadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert prägten. Als Privattheater unterschied es sich von den staatlich geförderten Häusern durch ein eigenständiges Repertoire und eine engere Bindung an das bürgerliche Publikum Stockholms. Heute erinnert der Name an eine Epoche, in der das Theater als zentrale gesellschaftliche Institution galt und Stockholms Innenstadt mit einem dichten Netz kultureller Häuser bespielt war. Der Standort in der Västra Trädgardsgatan liegt im Bereich der historischen Altstadt nahe dem Kungsträdgården.

  • Danviksbron

    Danviksbron

    Stockholm

    NaturGeschichteAussicht

    Die Danviksbron verbindet seit 1922 den Stockholmer Stadtteil Södermalm mit Nacka und überspannt dabei den Hammarbyleden, eine wichtige Wasserstraße im Osten der schwedischen Hauptstadt. Die Brücke gehört zur alltäglichen Infrastruktur Stockholms und bietet Fußgängern wie Radfahrern schöne Ausblicke auf die umliegenden Gewässer und Stadtteile. Im frühen 20. Jahrhundert war diese Verbindung bedeutsam für die Industrieentwicklung der östlichen Stadtteile. Heute führt die Route viele Stockholmer täglich über das Wasser, und von der Brücke aus eröffnen sich stille Panoramen über Kanäle und Schären. Ein unauffälliger, aber charakteristischer Bestandteil des Stockholmer Stadtbildes.

  • Frescatibiblioteket

    Frescatibiblioteket

    Stockholm

    ArchitekturGeheimtipps

    Das Frescatibiblioteket ist die Universitätsbibliothek der Stockholmer Universität und eine der größten Hochschulbibliotheken Schwedens. Sie liegt auf dem Frescati-Campus im Norden Stockholms, einem der grünsten Universitätsgeländer Europas. Die Bibliothek verwaltet Millionen von Bänden und digitalen Ressourcen und verzeichnete 2014 knapp 1,8 Millionen Besucherinnen und Besucher — ein Zeichen dafür, wie lebendig das akademische und gesellschaftliche Leben auf diesem Campus ist. Für Wissenshungrige und alle, die in einer ruhigen, inspirierenden Atmosphäre lesen oder arbeiten möchten, ist das Frescatibiblioteket ein lohnenswerter Anlaufpunkt abseits der Touristenpfade.

  • Gravmonument Samuel Klingenstierna och Olof von Dalin

    Gravmonument Samuel Klingenstierna och Olof von Dalin

    Stockholm

    Geschichte

    Dieses Grabmonument in Stockholm erinnert an zwei bedeutende schwedische Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts: Samuel Klingenstierna, Physiker und Mathematiker, der wesentliche Beiträge zur Optik leistete, und Olof von Dalin, Dichter und Historiker. Das Monument steht für die Tradition Stockholms, seine intellektuellen Größen im öffentlichen Raum zu würdigen. Klingenstiernas wissenschaftliche Arbeit beeinflusste unter anderem Isaac Newton, der in seiner Optik zitiert wurde; Dalin gilt als Begründer der modernen schwedischen Prosa. Das gemeinsame Denkmal verbindet zwei Welten — Naturwissenschaft und Literatur — und verweist auf die enge Verflechtung von Aufklärung und Kultur im Schweden des 18. Jahrhunderts.

  • Grube Ytterby

    Grube Ytterby

    Stockholm

    NaturGeschichte

    Die Grube Ytterby auf der Insel Resarö im Stockholmer Schärengarten ist eines der bedeutendsten Orte in der Geschichte der Chemie. Hier wurden im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts gleich vier chemische Elemente entdeckt: Yttrium, Erbium, Terbium und Ytterbium — alle vier nach dem winzigen Ort Ytterby benannt. Das Bergwerk wurde ab 1756 vor allem auf Quarz und Feldspat betrieben; der besondere Mineralienreichtum des Gesteins lockte Chemiker aus ganz Europa an. Johan Gadolin analysierte 1794 hier gewonnenes Material und entdeckte das erste Seltenerdmetall. Das Bergwerk ist heute stillgelegt, aber als Denkmal zugänglich und bei Chemikern, Mineralogen und Geschichtsinteressierten ein viel besuchter Pilgerort. Ein Besuch verbindet Natur — die ruhige Schärenlandschaft — mit einem Stück Wissenschaftsgeschichte von globalem Rang.

  • Leksaksmuseet – Spielzeugmuseum Stockholm

    Leksaksmuseet – Spielzeugmuseum Stockholm

    Stockholm

    KulturFamilienausflüge

    Das Leksaksmuseet ist ein Spielzeugmuseum in Stockholm, das 1980 am Mariatorget in Södermalm eröffnet wurde. Heute befindet es sich in neuen Räumlichkeiten in Nacka, am Saltsjö-Pir. Ein Highlight der Sammlung ist die Modelleisenbahnkollektion der Järnvägssällskapet. Der Fokus liegt auf Spielzeug des 20. Jahrhunderts, mit besonderem Schwerpunkt auf technischen Spielsachen. Das Museum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Nostalgiker.

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