Zum Hauptinhalt springen
TravelType
Loslegen

Kultur

Kultur in Kyōto

Kyōto, einst kaiserliche Hauptstadt Japans, bewahrt eine außergewöhnliche Dichte an kulturellen Stätten. Tempel wie das Akishino-ji, Chishaku-in, Hannya-ji und das Chūgū-ji laden zu stiller Besinnung ein, während das Byōdō-in mit seiner charakteristischen Spiegelanlage auf der Uji-Insel beeindruckt. Das Heian-Schrein erinnert an die Gründungszeit der Stadt, und das Ginkakuji verbindet Gartenkunst mit buddhistischer Architektur. Der Tōji – das Ostkloster – prägt bis heute das Stadtbild. Ergänzt wird das Angebot durch zeitgenössische Erlebnisse wie Harry Potter and the Forbidden Journey im Freizeitpark der Stadt.

35 Orte · Kyōto, Japan · Redaktionell kuratiert

  • Abeno Harukas

    Abeno Harukas

    Kyōto

    ArchitekturGeheimtippsWissen+2

    Abeno Harukas ist mit 300 Metern und 62 Stockwerken Japans höchstes Gebäude — zumindest bis 2023, als der Azabudai Hills Mori JP Tower es übertrumpfte. Eröffnet 2014 im Stadtbezirk Abeno in Osaka, vereint es Büros, das Kintetsu-Kaufhaus, das Marriott-Hotel und das Harukas 300-Aussichtsdeck auf den obersten drei Etagen. Der Name leitet sich vom altjapanischen Verb „harukas" (weit strahlen) ab. Von der Plattform überblickt man bei klarem Wetter Kobe, Kyōto und Nara gleichzeitig.

  • Archäologisches Museum Kyōto

    Archäologisches Museum Kyōto

    Kyōto

    GeschichteWissen

    Das Archaologische Museum Kyoto in Kamigyo-ku bewahrt und zeigt archaologische Funde aus der alten Kaiserstadt und ihrer Umgebung. Gegrundet 1979 bietet es Einblick in die Schichten der Stadtgeschichte Kyotos von der Yayoi-Zeit bis zur Edo-Periode.

  • Burg Iga Ueno

    Burg Iga Ueno

    Kyōto

    ArchitekturNaturGeschichte

    Die Burg Iga Ueno – auch „Weißer-Phönix-Burg" genannt – ist ein elegantes japanisches Burggebäude aus dem Jahr 1585 in der Präfektur Mie. Die Burg liegt in der Stadt Iga, die vor allem als die Heimatregion der legendären Ninja bekannt ist. Der Donjon (Hauptturm) gilt als einer der schönsten Japans und wurde 1935 als Holzkonstruktion originalgetreu wiederaufgebaut. Seit 1967 steht die Anlage unter nationalem Schutz als historische Stätte. Heute umgibt die Burg ein Kirschblütenpark – einer der schönsten Japans im Frühling – und im nahe gelegenen Ninja-Museum lässt sich die Welt der Shinobi hautnah erleben.

  • Chūgū-ji

    Chūgū-ji

    Kyōto

    ArchitekturGeschichte

    Chūgū-ji ist ein buddhistisches Nonnenkloster in der Präfektur Nara, direkt östlich des berühmten Hōryū-ji gelegen – eines der ältesten Holzgebäude der Welt. Der Tempel wurde im frühen 7. Jahrhundert gegründet und stand lange unter der Verwaltung des Hōryū-ji. Sein bedeutendstes Kunstwerk ist eine meditativ lächelnde Bodhisattva-Figur aus Holz, die um 700 n. Chr. geschnitzt wurde und zu den schönsten Buddhastatuen Japans zählt. Die stille, zurückgezogene Atmosphäre des kleinen Klosters steht in bewusstem Kontrast zur touristischen Geschäftigkeit des benachbarten Hōryū-ji. Wer Japan jenseits der großen Pilgerpfade erleben möchte, findet hier Sammlung und Staunen in einem.

  • Genji Monogatari Museum

    Genji Monogatari Museum

    Kyōto

    GeschichteGeheimtipps

    Das Genji Monogatari Museum in Uji bei Kyōto widmet sich dem ältesten Roman der Weltliteratur: dem Genji Monogatari, verfasst um das Jahr 1000 von der Hofdame Murasaki Shikibu. Das Werk schildert das Leben des Kaisersohns Genji und gibt einen tiefen Einblick in die elegante Hofkultur der Heian-Zeit. Das 1998 eröffnete Museum sammelt Abschriften und Materialien zum Roman und macht das höfische Leben mit Dioramen, Kostümen und multimedialen Präsentationen erlebbar. Uji selbst spielt in den letzten Kapiteln des Genji Monogatari eine zentrale Rolle, weshalb die Stadt als lebendiger Handlungsort des Romans gilt. Ein stiller, aber tief beeindruckender Ort für Literatur- und Kulturinteressierte.

  • Goldener-Pavillon-Tempel (Kinkaku-ji)

    Goldener-Pavillon-Tempel (Kinkaku-ji)

    Kyōto

    ArchitekturNatur

    Kinkaku-ji, eigentlich Rokuon-ji, ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Japans und vielleicht das ikonischste Bild Kyōtos. Der dreigeschossige Pavillon mit seinen zwei vergoldeten Stockwerken spiegelt sich im stillen Teich davor — ein Anblick, der seit Jahrhunderten Pilger, Dichter und Reisende gleichermaßen fasziniert. Ursprünglich 1397 als Ruhesitz des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu erbaut, wurde der Komplex nach dessen Tod in einen Zen-Tempel umgewandelt. Das heutige Gebäude ist ein Nachbau von 1955, da ein Mönch den Originalpavillon 1950 in Brand steckte — ein Ereignis, das Yukio Mishima in seinem Roman verarbeitete. Der Tempel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Teil der historischen Kulturdenkmäler der alten Kaiserstadt Kyōto.

  • Harry Potter and the Forbidden Journey

    Harry Potter and the Forbidden Journey

    Kyōto

    Familienausflüge

    Harry Potter and the Forbidden Journey ist das Herzstück der Wizarding World of Harry Potter in den Universal Studios Japan in Osaka. Die Fahrt nimmt Besucher mit auf einen bewegungsbasierten Trip durch Hogwarts – vorbei an Quidditch-Spielen, dem Verbotenen Wald und Begegnungen mit Dementoren. Technisch setzt die Attraktion auf Roboterarme, riesige Leinwandprojektionen und physische Sets, was das Gefühl erzeugt, tatsächlich durch die Filmwelt zu fliegen. Seit der Eröffnung 2014 in Osaka gilt die japanische Version als eine der eindrucksvollsten weltweit – ideal für Potter-Fans aller Altersgruppen.

  • Heian-Schrein

    Heian-Schrein

    Kyōto

    NaturGeschichte

    Der Heian-jingū in Kyoto wurde 1895 anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums erbaut und gehört zu den bekanntesten Schreinen der Meiji-Ära. Er ist den Kaisern Kanmu und Kōmei gewidmet – den ersten und letzten Kaisern, die Kyoto als Residenz nutzten. Besonders bekannt ist der großzügige Landschaftsgarten hinter dem Schreingebäude: ein klassischer japanischer Garten mit Teichen, Brücken und alten Baumbeständen, der im Frühling zur Kirschblüte zu einem der schönsten Plätze der Stadt wird. Der leuchtend orangerote Torii-Bogen am Eingang gehört zu den ikonischsten Motiven Kyotos.

  • Hiei-zan (Berg Hiei)

    Hiei-zan (Berg Hiei)

    Kyōto

    AktivitätenAussicht

    Der Hiei-zan ist ein 848 Meter hoher Berg auf der Grenze zwischen den Präfekturen Kyoto und Shiga und einer der spirituell bedeutendsten Orte Japans. Seit dem Jahr 788 steht auf seinem Gipfelbereich der Enryaku-ji — das Gründungskloster des Tendai-Buddhismus in Japan und Wiege zahlreicher bedeutender Mönche, darunter Shinran und Dogen. Das gesamte Klosterkomplex mit seinen über 100 Gebäuden ist seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. Heute lässt sich der Berg per Seilbahn von Kyoto aus bequem erreichen; oben erwarten Besucher weitläufige Waldpfade, Tempelpavillons und bei klarem Wetter ein weiter Blick über Kyoto und den Biwa-See.

  • Inori no Mori – Gedenkstätte Amagasaki

    Inori no Mori – Gedenkstätte Amagasaki

    Kyōto

    Geschichte

    Inori no Mori – Wald des Gebets – ist die Gedenkstätte für die Opfer des Zugunglücks von Amagasaki vom 25. April 2005. Bei dem Unfall auf der JR Fukuchiyama-Linie entgleiste ein vollbesetzter Nahverkehrszug aufgrund überhöhter Geschwindigkeit und rammte ein Wohngebäude – 107 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Der Ort wurde auf dem Gelände des ehemaligen Unglückshauses errichtet und dient als stiller Raum für Trauer, Gedenken und Reflexion. Er ist kein Museum, sondern ein bewusst einfach gehaltener Naturraum mit Bäumen, Wegen und kleinen Gedenkzeichen.

  • Itsuo-Kunstmuseum Ikeda

    Itsuo-Kunstmuseum Ikeda

    Kyōto

    Geschichte

    Das Itsuo-Kunstmuseum in Ikeda, Osaka, wurde 1957 auf Initiative des Unternehmers und Kunstsammlers Kobayashi Ichizō eröffnet, dessen Pseudonym Itsuo dem Museum seinen Namen gab. Die Sammlung umfasst rund 5.500 Werke, darunter 15 als wichtige Kulturgüter eingestufte Objekte sowie 20 wichtige Kunstwerke Japans. 1997 wurde das Gebäude durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Museum ist ein stilles, aber bedeutendes Zentrum japanischer Kunst im Großraum Osaka.

  • Iwashimizu Hachimangū

    Iwashimizu Hachimangū

    Kyōto

    Geschichte

    Der Iwashimizu Hachimangū ist einer der bedeutendsten Shintō-Schreine Japans und wurde im Jahr 860 auf dem Berg Otoko südwestlich von Kyōto gegründet. Er diente als Ahnenheiligtum der Kaiserlichen Familie und zählt neben dem Ise-Schrein zu den zwei wichtigsten Reichsschreinen. Zehn Gebäude der Anlage, darunter die Haupthalle, sind als Nationalschätze Japans ausgewiesen. Der Schrein liegt auf einem bewaldeten Berggipfel und bietet eine besondere Atmosphäre fernab des Stadtlärms.

  • Kaijusen-ji-Tempel

    Kaijusen-ji-Tempel

    Kyōto

    Architektur

    Der Kaijusen-ji ist ein buddhistischer Tempel der Shingon-Schule in den Bergen nördlich von Kizugawa in der Präfektur Kyoto. Seine fünfstöckige Pagode gilt als Nationalschatz Japans und ist das herausragende Bauwerk des Tempels. Die Anlage liegt abseits der großen touristischen Routen und bewahrt eine stille, waldumgebene Atmosphäre. Der Tempel wurde im frühen Mittelalter gegründet und gehört zu den kulturell bedeutenden Stätten der Region Yamashiro. Wer die Pagode aus der Nähe betrachtet, erkennt die feinen handwerklichen Details der klassischen japanischen Holzarchitektur.

  • Kaiserliche Katsura-Villa

    Kaiserliche Katsura-Villa

    Kyōto

    NaturGeschichte

    Die Kaiserliche Katsura-Villa in Kyoto ist ein Ensemble aus Pavillons, Teehaeusern und kunstvoll angelegten Gaerten am westlichen Ufer des Katsura-Flusses. Entstanden im fruehen 17. Jahrhundert als Rueckzugsort kaiserlicher Prinzen, gilt der Komplex als Hoehepunkt klassischer japanischer Gartenkunst und Architektur. Die Anlage besteht aus mehreren Hauptpavillons mit versetzt angeordneten Raeumen und einem Teichgarten, der mit Teezeremonien und Mondbetrachtungen verbunden war. Als wichtiges Kulturgut Japans ist der Zugang auf gefuehrte Touren beschraenkt. Walter Gropius und andere modernistische Architekten priesen die Villa als Vorwegnahme des Funktionalismus.

  • Kennin-ji

    Kennin-ji

    Kyōto

    Geschichte

    Der Kennin-ji im Stadtviertel Higashiyama in Kyoto ist einer der ältesten Zen-Tempel Japans, gegründet 1202. Als Haupttempel der ihm zugeordneten Rinzai-Schule gehört er zu den sogenannten Kyoto Gozan, den fünf bedeutendsten Zen-Tempeln der Stadt. Bekanntestes Kunstwerk ist das mächtige Drachen-Deckengemälde in der Haupthalle. Auf dem Tempelgelände finden sich gepflegte Steingärten und ruhige Wandelgänge, die zum Verweilen einladen. Der Tempel liegt mitten im belebten Gion-Viertel und bietet trotzdem einen erstaunlich besinnlichen Rückzugsort.

  • Kunstmuseum Yamato Bunkakan

    Kunstmuseum Yamato Bunkakan

    Kyōto

    Wissen

    Das Yamato Bunkakan ist ein privates Museum für ostasiatische Kunst in der japanischen Stadt Nara und beherbergt rund 2.000 Werke aus Japan, China und Korea. 1960 eröffnet, zeigt das Museum Gemälde, Kalligrafien, Keramiken und Lackobjekte vom Altertum bis zur Edo-Zeit. Es gilt als eine der bedeutendsten Privatsammlungen japanischer Kunst und bietet einen ruhigen Kontrapunkt zu den grossen Shinto-Schreinen in der Umgebung.

  • Kurama-dera

    Kurama-dera

    Kyōto

    ArchitekturNaturAktivitäten

    Kurama-dera ist ein buddhistischer Tempel am Südhang des 570 Meter hohen Kuramayama im äußersten Norden Kyotos, gegründet 796. Ursprünglich zur Tendai-Schule gehörig, wurde der Tempel 1949 Haupttempel seiner eigenen Glaubensrichtung, der Kurama-Kokyō. Auf dem Gelände befinden sich mehrere als Nationalsschätze Japans ausgewiesene Objekte. Der Weg hinauf führt durch dichten Wald an alten Zedern vorbei – und die Atmosph­äre ist schon beim Aufstieg eine andere als in den touristischen Tempeln der Innenstadt.

  • Kyoto Eisenbahnmuseum

    Kyoto Eisenbahnmuseum

    Kyōto

    GeschichteGeheimtipps

    Das Kyoto Eisenbahnmuseum wurde 1972 als Umekoji-Dampflokmuseum eröffnet und nach einem umfassenden Umbau 2016 unter neuem Namen wiedereröffnet. Betreiber ist JR West. Die Sammlung umfasst historische Dampf- und Elektrolokomotiven, Triebwagen und Wagons sowie interaktive Ausstellungen zur Geschichte der japanischen Eisenbahn. Ein Höhepunkt ist die Rundlokhalle mit originalen Dampflokomotiven, die regelmäßig in Betrieb genommen werden. Das Museum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Eisenbahnbegeisterte gleichermaßen.

  • Takebishi Stadium Kyoto

    Takebishi Stadium Kyoto

    Kyōto

    Aktivitäten

    Das Takebishi Stadium Kyoto ist ein Mehrzweckstadion im Stadtbezirk Ukyo in Kyoto, eröffnet 1942. Mit rund 20.000 Plätzen dient es hauptsächlich als Heimstätte des Fußballklubs Kyoto Sanga F.C. und verfügt über eine Leichtathletikbahn. Seit 2019 trägt es den Namen des Unternehmens Takebishi im Rahmen eines Namensrechtsvertrags – in Japan gängige Praxis. Es ist eines der ältesten noch genutzten Fußballstadien des Landes, eingebettet in den Sportkomplex Nishikyogoku.

  • 伏見城

    伏見城

    Kyōto

    ArchitekturNaturGeschichte

    Die Burg Fushimi im Stadtbezirk Fushimi von Kyoto wurde 1594 von Toyotomi Hideyoshi erbaut — dem mächtigsten Feldherrn der Sengoku-Zeit, der Japan nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs einte. Die Burg war Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse: 1600 wurde hier die Entscheidungsschlacht von Sekigahara vorbereitet, die Japan unter Tokugawa Ieyasu einte. Das heutige Burggebäude ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1964, umgeben von einem Park mit über 1.000 Kirschbäumen, der im Frühling zu einem der schönsten Hanami-Orte Kyotos wird. Der Burgberg bietet einen weiten Blick über die Stadt und den Fushimi Inari-Schrein in der Nähe.

  • 尼崎市役所

    尼崎市役所

    Kyōto

    GeheimtippsWissen

    Das Stadthaus von Amagasaki ist das Verwaltungszentrum der Grossstadt Amagasaki (ca. 455.000 Einwohner) in der Praefektur Hyogo, zwischen Osaka und Kobe an der Mundung des Yodo-Flusses.

  • 平等院

    平等院

    Kyōto

    GeschichteRomantik

    Der Byōdō-in in Uji, nahe Kyōto, ist einer der bedeutendsten buddhistischen Tempel Japans und gehört zum UNESCO-Welterbe. Ursprünglich 998 als aristokratische Villa in der Heian-Zeit erbaut, wurde die Anlage 1052 in einen Amida-Tempel umgewandelt. Das Herzstück bildet die Hōōdō — die Phönix-Halle — deren elegante Silhouette sich makellos im Teich davor spiegelt. Das Gebäude gilt als eines der schönsten Beispiele der klassischen japanischen Architektur der Heian-Ära. Im Inneren befindet sich eine goldene Amida-Buddha-Statue, die zum Nationalschatz Japans erklärt wurde. Das Abbild der Hōōdō ziert den japanischen 10-Yen-Münzen — ein stilles Zeichen, wie tief dieser Ort im nationalen Gedächtnis verankert ist.

  • 智積院

    智積院

    Kyōto

    NaturGeschichte

    Der Chishaku-in in Kyōto ist das Haupttempel-Kloster des Chizan-Zweiges der Shingon-Schule des Buddhismus und beherbergt rund 3.000 Untertempel. Seine Geschichte reicht ins frühe 17. Jahrhundert zurück: Toyotomi Hideyoshi ließ den Tempel ursprünglich zu Ehren seines jung verstorbenen Sohnes Tsurumatsu errichten; die Hauptgebäude entstanden um 1601. Berühmt ist der Chishaku-in vor allem für seine Fusuma-ga, großformatige Schiebetürgemälde aus der Momoyama-Zeit (16.–17. Jh.) von Hasegawa Tōhaku und seinem Sohn, die zu den bedeutendsten Kunstwerken Japans zählen. Der zugehörige Ziergarten ist nach dem Prinzip der Trockenlandschaft gestaltet und lädt zur Stille ein. Weniger bekannt als Kinkaku-ji oder Ryōan-ji, ist der Chishaku-in ein Geheimtipp für Kenner — ruhiger, weniger touristisch und kunsthistorisch außerordentlich bedeutsam.

  • 東寺

    東寺

    Kyōto

    Architektur

    Der Tō-ji — auf Japanisch „Östlicher Tempel" — wurde 796 gegründet, als die neue Hauptstadt Heiankyō (das heutige Kyōto) angelegt wurde. Kaiser Kammu überließ ihn 823 dem Mönch Kūkai, der hier den esoterischen Shingon-Buddhismus in Japan begründete. Seitdem ist der Tō-ji Haupttempel des Tō-ji-Zweigs der Shingon-shū. Das Herzstück des Geländes ist die fünfgeschossige Pagode — mit 54,8 Metern die höchste in Japan und eines der bekanntesten Bilder Kyōtos. Einmal im Monat und zu besonderen Festen öffnet das Innere mit seinen alten Mandalas und Skulpturen für Besucher. Jeden Morgen findet auf dem Gelände ein Flohmarkt statt, donnerstags ein Antikmarkt. Seit 1994 ist der Tō-ji UNESCO-Weltkulturerbe als Teil des „Historischen Kyōto".

  • 秋篠寺

    秋篠寺

    Kyōto

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Akishino-dera ist ein buddhistischer Tempel aus dem 8. Jahrhundert am Westrand von Nara, keiner der großen Sekten zugehörig — eine Rarität in Japans streng geordneter Tempellandschaft. Gegründet 776, beherbergt sein heutiger Haupthall (Hondō) einen Nationalen Schatz aus der Kamakura-Zeit. Besonders bekannt ist der Tempel für seine Skulptur der Gigei-ten, einer buddhistischen Gottheit der Künste — eine der seltensten Darstellungen dieser Art in Japan. Abseits der großen Touristenströme liegt der Akishino-dera in einem ruhigen Gartengelände.

  • 般若寺

    般若寺

    Kyōto

    ArchitekturGeschichte

    Der Hannya-ji ist ein buddhistischer Tempel in der Stadt Nara, Japan, und zählt zu den ältesten religiösen Stätten der Region. Er wurde 629 in der Asuka-Periode vom Priester Ekan gegründet und ist dem Monju Bosatsu – der Verkörperung der Weisheit – geweiht. Nach einem verheerenden Brand wurde der Tempel in der Kamakura-Zeit (12.–14. Jahrhundert) neu aufgebaut, wobei die charakteristische Pagode und der Haupttempel in dem für diese Epoche typischen nüchternen Holzbausstil entstanden. Der Hannya-ji ist besonders für sein prächtiges Cosmos-Blütenfeld im Herbst bekannt, das den Tempelbezirk in ein Meer aus rosafarbenen Blüten taucht und Besucher aus ganz Japan anzieht.

  • 西国32番 観音正寺

    西国32番 観音正寺

    Kyōto

    ArchitekturNaturGeschichte+6

    Der Kannonshō-ji ist ein buddhistischer Tempel der Tendai-Schule aus dem frühen 7. Jahrhundert, gelegen auf 370 Metern Höhe am Hügel Kinugasayama am östlichen Ufer des Biwa-Sees. Als 32. Station des Saigoku-Pilgerweges zieht er seit über tausend Jahren Gläubige an. Hauptverehrungsobjekt ist eine Skulptur der tausendarmigen Senjū-Kannon — nach einem Brand im 19. Jahrhundert neu gefertigt. Vom Tempel bietet sich ein stiller Blick über den größten See Japans.

  • 銀閣寺

    銀閣寺

    Kyōto

    NaturGeschichte

    Der Jishō-ji, weithin bekannt als Ginkaku-ji oder Silberpavillon, ist einer der bedeutendsten Zen-Tempel Japans. Shōgun Ashikaga Yoshimasa ließ ihn 1482 im Nordosten Kyōtos als privaten Rückzugsort errichten – die geplante Silberverkleidung des Hauptgebäudes wurde jedoch nie verwirklicht, was dem Tempel seinen poetischen Namen einbrachte. Zum Ensemble gehören ein sorgfältig gestalteter Karesansui-Steingarten und ein klassischer Teichgarten mit alten Kiefern und geschwungenen Wegen. Heute gehört der Ginkaku-ji zum UNESCO-Weltkulturerbe „Historische Stätten des alten Kyōto" und zieht Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an, die in der Stille des Tempelbezirks dem Alltag entfliehen möchten.

  • 長命寺

    長命寺

    Kyōto

    Geschichte

    Der Chōmei-ji — „Tempel des langen Lebens" — liegt in der Stadt Ōmihachiman in der Präfektur Shiga, eingebettet in eine sanft bewaldete Hügellandschaft am östlichen Ufer des Biwa-Sees. Der Tempel gehört zur Tendai-Schule des japanischen Buddhismus und bewahrt drei besondere Kannon-Statuen als Hauptbildnisse: eine tausendarmige, eine elfköpfige und eine Shō-Kannon. Diese Trias macht ihn zu einem bedeutenden Verehrungsort im Saigoku-Kannon-Pilgerweg, dem ältesten Pilgerweg Japans, auf dem 33 Tempel in der Kansai-Region besucht werden. Der Chōmei-ji ist die 31. Station dieses Weges. Wer nach dem langen Aufstieg auf dem Tempelgelände rastet, genießt Stille, moosbedeckte Steinlaternen und einen gelegentlichen Blick auf den Biwa-See.

  • 頂法寺

    頂法寺

    Kyōto

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Rokkaku-dō – offiziell Chōhō-ji – ist ein buddhistischer Tempel inmitten von Kyōtos Einkaufs- und Geschäftsviertel Nakagyō-ku, dessen sechseckige Haupthalle dem Gebäude seinen Beinamen gab. Der Tempel ist dem Tendai-Buddhismus zugeordnet und verankert im Saigoku-Pilgerweg, einer der ältesten Pilgerrouten Japans, als 18. Station. Historisch gilt er als Geburtsort der japanischen Blumenkunst Ikebana: Prinz Shōtoku soll hier im 6. Jahrhundert der Legende nach erstmals Blumen für Buddha arrangiert haben, und noch heute ist der Tempel Sitz der Ikenobo-Ikebana-Schule. Mitten im modernen Stadtgetriebe wirkt der kleine Tempelbezirk mit seinen alten Bäumen und dem sechseckigen Pavillon wie ein ruhiger Atemzug zwischen Einkaufsstraßen.

Weiter entdecken

Diese Orte sind erst der Anfang.

Bewerte Orte per Swipe — TravelType lernt aus deinen Tags, was dir gefällt, und kuratiert deine eigene Karte. Privat, bis du es teilen willst.

Eigenes Profil erstellen