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Natur

Natur in Kyōto

Kyōto in Japan verbindet städtische Geschichte mit ruhigen Naturräumen, die sich rund um seine bekanntesten Stätten entfalten. Am Daikaku-ji-Tempel spiegelt sich der Osawa-Teich in einer weitläufigen Gartenanlage, während Ginkakuji für seinen sorgfältig gestalteten Moosgarten bekannt ist. Das Gelände des Daitoku-ji und des Chishaku-in bietet stille Innengärten mit Teichen und altem Baumbestand. Der Heian-Schrein umschließt einen der größeren Landschaftsgärten der Stadt. Auf dem Hiei-Berg prägt das Enryaku-Tempel-Areal dichten Bergwald, der die Grenze zwischen Kyōto und dem Biwa-See-Raum markiert.

30 Orte · Kyōto, Japan · Redaktionell kuratiert

  • Burg Iga Ueno

    Burg Iga Ueno

    Kyōto

    ArchitekturKulturGeschichte

    Die Burg Iga Ueno – auch „Weißer-Phönix-Burg" genannt – ist ein elegantes japanisches Burggebäude aus dem Jahr 1585 in der Präfektur Mie. Die Burg liegt in der Stadt Iga, die vor allem als die Heimatregion der legendären Ninja bekannt ist. Der Donjon (Hauptturm) gilt als einer der schönsten Japans und wurde 1935 als Holzkonstruktion originalgetreu wiederaufgebaut. Seit 1967 steht die Anlage unter nationalem Schutz als historische Stätte. Heute umgibt die Burg ein Kirschblütenpark – einer der schönsten Japans im Frühling – und im nahe gelegenen Ninja-Museum lässt sich die Welt der Shinobi hautnah erleben.

  • Goldener-Pavillon-Tempel (Kinkaku-ji)

    Goldener-Pavillon-Tempel (Kinkaku-ji)

    Kyōto

    ArchitekturKultur

    Kinkaku-ji, eigentlich Rokuon-ji, ist einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Japans und vielleicht das ikonischste Bild Kyōtos. Der dreigeschossige Pavillon mit seinen zwei vergoldeten Stockwerken spiegelt sich im stillen Teich davor — ein Anblick, der seit Jahrhunderten Pilger, Dichter und Reisende gleichermaßen fasziniert. Ursprünglich 1397 als Ruhesitz des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu erbaut, wurde der Komplex nach dessen Tod in einen Zen-Tempel umgewandelt. Das heutige Gebäude ist ein Nachbau von 1955, da ein Mönch den Originalpavillon 1950 in Brand steckte — ein Ereignis, das Yukio Mishima in seinem Roman verarbeitete. Der Tempel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Teil der historischen Kulturdenkmäler der alten Kaiserstadt Kyōto.

  • Heian-Schrein

    Heian-Schrein

    Kyōto

    KulturGeschichte

    Der Heian-jingū in Kyoto wurde 1895 anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums erbaut und gehört zu den bekanntesten Schreinen der Meiji-Ära. Er ist den Kaisern Kanmu und Kōmei gewidmet – den ersten und letzten Kaisern, die Kyoto als Residenz nutzten. Besonders bekannt ist der großzügige Landschaftsgarten hinter dem Schreingebäude: ein klassischer japanischer Garten mit Teichen, Brücken und alten Baumbeständen, der im Frühling zur Kirschblüte zu einem der schönsten Plätze der Stadt wird. Der leuchtend orangerote Torii-Bogen am Eingang gehört zu den ikonischsten Motiven Kyotos.

  • Kaiserliche Katsura-Villa

    Kaiserliche Katsura-Villa

    Kyōto

    KulturGeschichte

    Die Kaiserliche Katsura-Villa in Kyoto ist ein Ensemble aus Pavillons, Teehaeusern und kunstvoll angelegten Gaerten am westlichen Ufer des Katsura-Flusses. Entstanden im fruehen 17. Jahrhundert als Rueckzugsort kaiserlicher Prinzen, gilt der Komplex als Hoehepunkt klassischer japanischer Gartenkunst und Architektur. Die Anlage besteht aus mehreren Hauptpavillons mit versetzt angeordneten Raeumen und einem Teichgarten, der mit Teezeremonien und Mondbetrachtungen verbunden war. Als wichtiges Kulturgut Japans ist der Zugang auf gefuehrte Touren beschraenkt. Walter Gropius und andere modernistische Architekten priesen die Villa als Vorwegnahme des Funktionalismus.

  • Kurama-dera

    Kurama-dera

    Kyōto

    ArchitekturKulturAktivitäten

    Kurama-dera ist ein buddhistischer Tempel am Südhang des 570 Meter hohen Kuramayama im äußersten Norden Kyotos, gegründet 796. Ursprünglich zur Tendai-Schule gehörig, wurde der Tempel 1949 Haupttempel seiner eigenen Glaubensrichtung, der Kurama-Kokyō. Auf dem Gelände befinden sich mehrere als Nationalsschätze Japans ausgewiesene Objekte. Der Weg hinauf führt durch dichten Wald an alten Zedern vorbei – und die Atmosph­äre ist schon beim Aufstieg eine andere als in den touristischen Tempeln der Innenstadt.

  • 大徳寺

    大徳寺

    Kyōto

    Geheimtipps

    Der Daitoku-ji ist ein weitläufiger Zen-Tempelkomplex im Stadtbezirk Kita von Kyōto, gegründet 1315, und einer der Haupttempel der Rinzai-shū. Der Komplex umfasst über zwanzig Subtempel, von denen einige der schönsten Trockengärten (Karesansui) Japans beherbergen — steinerne Meditationslandschaften, die zu Stille und Betrachtung einladen. Der Daitoku-ji war eng mit der japanischen Teekultur verbunden: Sen no Rikyū, der bedeutendste Teemeister der japanischen Geschichte, lebte und wirkte hier. Viele Subtempel sind nur zu bestimmten Zeiten zugänglich, was jedem Besuch eine besondere Note gibt. Ein Ort, der Ruhe, Ästhetik und Tiefe in sich vereint.

  • 大覚寺

    大覚寺

    Kyōto

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Daikaku-ji ist einer der ältesten und bedeutendsten Tempel Kyōtos. Im Jahr 876 aus einer kaiserlichen Villa umgebaut, wurde er zum Haupttempel der Shingon-shū und blieb über Jahrhunderte eng mit dem japanischen Kaiserhaus verbunden. Besonders berühmt ist die Tempelanlage für den Ōsawa-Teich – einen der ältesten angelegten Gartenteiche Japans, der noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Die hölzernen Wandelgänge zwischen den einzelnen Hallen führen durch eine Stille, die man mitten in der geschäftigen Sagano-Gegend kaum erwartet. Heute ist der Daikaku-ji ein lebendiges Kloster: Shingon-Mönche zelebrieren täglich Rituale, und im Herbst verwandelt sich das Gelände in ein Meer aus rotem Laub. Der Tempel liegt nahe des Bambushains Arashiyama – ein idealer Start oder Abschluss für einen Tag im Westen Kyōtos.

  • 安土城

    安土城

    Kyōto

    ArchitekturGeschichteMystik

    Die Burg Azuchi war eine der bedeutendsten Burganlagen der japanischen Geschichte und gilt als erste moderne Burg des Landes. Erbaut ab 1576 von Oda Nobunaga, dem machthungrigen Kriegsherrn der Sengoku-Zeit, thronte sie auf einem Hügel am Ufer des Biwa-Sees in der heutigen Präfektur Shiga. Der siebengeschossige Hauptturm (Tenshu) war für seine Zeit außergewöhnlich hoch und mit vergoldeten Ornamenten geschmückt – ein Symbol für Nobunagas Machtanspruch. Nach seinem gewaltsamen Tod 1582 wurde die Burg nicht weiter unterhalten, verfiel und brannte nieder. Heute sind nur noch Grundmauern und Steinwälle erhalten, die von der einstigen Pracht zeugen.

  • 延暦寺

    延暦寺

    Kyōto

    Geschichte

    Das Enryaku-ji ist eines der spirituell bedeutendsten Klöster Japans. Der Mönch Saichō gründete es 788 auf dem Berg Hiei, dem natürlichen Schutzberg der damaligen Hauptstadt Heiankyō im Nordosten — der Himmelsrichtung, aus der nach japanischem Volksglauben das Böse kommt. Hier begründete Saichō den Tendai-Buddhismus in Japan, einer Tradition, die später fast allen anderen japanischen Schulen — Zen, Jōdo, Nichiren — als Ausgangspunkt diente. Das Klosterkomplex erstreckt sich über drei Zonen auf dem bewaldeten Bergrücken und umfasst Dutzende von Gebäuden, Schreine und Friedhöfe. Berühmt-berüchtigt ist das Kloster auch für seine Mönchssoldaten (Sōhei), die im Mittelalter mächtige politische Kräfte in Kyōto waren. Heute ist Enryaku-ji UNESCO-Weltkulturerbe und ein lebendiges Kloster, in dem täglich Zeremonien stattfinden.

  • 智積院

    智積院

    Kyōto

    KulturGeschichte

    Der Chishaku-in in Kyōto ist das Haupttempel-Kloster des Chizan-Zweiges der Shingon-Schule des Buddhismus und beherbergt rund 3.000 Untertempel. Seine Geschichte reicht ins frühe 17. Jahrhundert zurück: Toyotomi Hideyoshi ließ den Tempel ursprünglich zu Ehren seines jung verstorbenen Sohnes Tsurumatsu errichten; die Hauptgebäude entstanden um 1601. Berühmt ist der Chishaku-in vor allem für seine Fusuma-ga, großformatige Schiebetürgemälde aus der Momoyama-Zeit (16.–17. Jh.) von Hasegawa Tōhaku und seinem Sohn, die zu den bedeutendsten Kunstwerken Japans zählen. Der zugehörige Ziergarten ist nach dem Prinzip der Trockenlandschaft gestaltet und lädt zur Stille ein. Weniger bekannt als Kinkaku-ji oder Ryōan-ji, ist der Chishaku-in ein Geheimtipp für Kenner — ruhiger, weniger touristisch und kunsthistorisch außerordentlich bedeutsam.

  • 枚岡神社

    枚岡神社

    Kyōto

    Geschichte

    Der Hiraoka-Schrein in Higashiōsaka ist einer der ältesten Shintō-Schreine Japans und der Ursprungsschrein der berühmten Kasuga-Linie — alle vier Kasuga-Gottheiten wurden von hier nach Nara überführt, als der Kasuga-Taisha errichtet wurde. Der Schrein liegt eingebettet in einen alten Wald auf dem Hang des Ikoma-Gebirges und strahlt eine stille, zeitlose Atmosphäre aus. Schon im frühen 9. Jahrhundert erwähnt, gilt er als einer der bedeutendsten Schreine der Kinki-Region. Besonders die alten Waldpfade und der herbstliche Ahornschmuck machen den Hiraoka-Schrein zu einem unvergesslichen Ort der Stille und Spiritualität abseits der üblichen Touristenrouten.

  • 西国32番 観音正寺

    西国32番 観音正寺

    Kyōto

    ArchitekturKulturGeschichte+6

    Der Kannonshō-ji ist ein buddhistischer Tempel der Tendai-Schule aus dem frühen 7. Jahrhundert, gelegen auf 370 Metern Höhe am Hügel Kinugasayama am östlichen Ufer des Biwa-Sees. Als 32. Station des Saigoku-Pilgerweges zieht er seit über tausend Jahren Gläubige an. Hauptverehrungsobjekt ist eine Skulptur der tausendarmigen Senjū-Kannon — nach einem Brand im 19. Jahrhundert neu gefertigt. Vom Tempel bietet sich ein stiller Blick über den größten See Japans.

  • 銀閣寺

    銀閣寺

    Kyōto

    KulturGeschichte

    Der Jishō-ji, weithin bekannt als Ginkaku-ji oder Silberpavillon, ist einer der bedeutendsten Zen-Tempel Japans. Shōgun Ashikaga Yoshimasa ließ ihn 1482 im Nordosten Kyōtos als privaten Rückzugsort errichten – die geplante Silberverkleidung des Hauptgebäudes wurde jedoch nie verwirklicht, was dem Tempel seinen poetischen Namen einbrachte. Zum Ensemble gehören ein sorgfältig gestalteter Karesansui-Steingarten und ein klassischer Teichgarten mit alten Kiefern und geschwungenen Wegen. Heute gehört der Ginkaku-ji zum UNESCO-Weltkulturerbe „Historische Stätten des alten Kyōto" und zieht Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an, die in der Stille des Tempelbezirks dem Alltag entfliehen möchten.

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