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Geschichte

Geschichte in Kyōto

Kyōto war über tausend Jahre lang Kaiserstadt Japans, und diese Geschichte ist bis heute greifbar. Die Seite versammelt Orte, die verschiedene Epochen widerspiegeln: der Byōdō-in aus der Heian-Zeit, das strenge Chishaku-in mit seinen Schätzen der Momoyama-Periode, die Tempelanlage Chūgū-ji sowie stille Stätten wie Anou-ji, Chomei-temple und Chōhō Temple. Ergänzt wird das Bild durch Bauten außerhalb der Stadtgrenzen — darunter Azuchi Castle, das nur als Ruine überlieferte Symbol des Feldherrn Oda Nobunaga, sowie Amagasaki Castle und das Akishino Temple im Nara-Raum. Gemeinsam entfalten diese Orte ein vielschichtiges Panorama japanischer Geschichte.

42 Orte · Kyōto, Japan · Redaktionell kuratiert

  • Archäologisches Museum Kyōto

    Archäologisches Museum Kyōto

    Kyōto

    KulturWissen

    Das Archaologische Museum Kyoto in Kamigyo-ku bewahrt und zeigt archaologische Funde aus der alten Kaiserstadt und ihrer Umgebung. Gegrundet 1979 bietet es Einblick in die Schichten der Stadtgeschichte Kyotos von der Yayoi-Zeit bis zur Edo-Periode.

  • Burg Iga Ueno

    Burg Iga Ueno

    Kyōto

    ArchitekturKulturNatur

    Die Burg Iga Ueno – auch „Weißer-Phönix-Burg" genannt – ist ein elegantes japanisches Burggebäude aus dem Jahr 1585 in der Präfektur Mie. Die Burg liegt in der Stadt Iga, die vor allem als die Heimatregion der legendären Ninja bekannt ist. Der Donjon (Hauptturm) gilt als einer der schönsten Japans und wurde 1935 als Holzkonstruktion originalgetreu wiederaufgebaut. Seit 1967 steht die Anlage unter nationalem Schutz als historische Stätte. Heute umgibt die Burg ein Kirschblütenpark – einer der schönsten Japans im Frühling – und im nahe gelegenen Ninja-Museum lässt sich die Welt der Shinobi hautnah erleben.

  • Burg Nijō

    Burg Nijō

    Kyōto

    Architektur

    Die Burg Nijō, auf Japanisch Nijō-jō, wurde 1601 auf Befehl von Tokugawa Ieyasu, dem ersten Shōgun der Edo-Zeit, in Kyōto errichtet und diente als offizielle Residenz der Tokugawa-Shōgune bei ihren Besuchen in der alten Kaiserhauptstadt. Die gesamte Anlage besteht aus zwei konzentrischen Burganlagen, prächtigen Palastgebäuden im shoin-Stil, kunstvoll gestalteten Gärten und massiven Steinmauern, die von Wassergräben umgeben sind. Besonders berühmt ist der „singende" Holzfußboden des Ninomaru-Palastes, der so konstruiert wurde, dass er bei jedem Schritt leise quietscht – ein Sicherheitsmechanismus gegen ungebetene Besucher. Seit 1994 gehört Burg Nijō zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Ende der Shōgunatsherrschaft wurde 1867 ebenfalls in diesen Mauern verkündet, was die Anlage zu einem symbolträchtigen Ort japanischer Geschichte macht.

  • Byakugō-ji

    Byakugō-ji

    Kyōto

    ArchitekturGeheimtipps

    Der Byakugō-ji ist ein buddhistischer Tempel am Westhang des Takamado-Berges in Nara, gegründet 715 in der Nara-Zeit. Sein Name nimmt Bezug auf das „byakugō" — das weiße Haarbüschel zwischen den Augenbrauen Buddhas, eines der 32 körperlichen Merkmale des Erleuchteten. Diese Namensgebung weist auf die tiefe ikonografische Tradition des Tempels hin. Die ruhige Hanglage abseits der touristischen Hauptachsen Naras macht ihn zu einem Ort echter Stille. Zwischen alten Steinen, moosbedeckten Laternen und dem Rauschen des Winds im Bambuswald lässt sich die spirituelle Atmosphäre des frühen japanischen Buddhismus noch spüren.

  • Chūgū-ji

    Chūgū-ji

    Kyōto

    ArchitekturKultur

    Chūgū-ji ist ein buddhistisches Nonnenkloster in der Präfektur Nara, direkt östlich des berühmten Hōryū-ji gelegen – eines der ältesten Holzgebäude der Welt. Der Tempel wurde im frühen 7. Jahrhundert gegründet und stand lange unter der Verwaltung des Hōryū-ji. Sein bedeutendstes Kunstwerk ist eine meditativ lächelnde Bodhisattva-Figur aus Holz, die um 700 n. Chr. geschnitzt wurde und zu den schönsten Buddhastatuen Japans zählt. Die stille, zurückgezogene Atmosphäre des kleinen Klosters steht in bewusstem Kontrast zur touristischen Geschäftigkeit des benachbarten Hōryū-ji. Wer Japan jenseits der großen Pilgerpfade erleben möchte, findet hier Sammlung und Staunen in einem.

  • D51-691

    D51-691

    Kyōto

    Wissen

    Die D51 war die meistgebaute Dampflokomotivserie der Japanischen Staatsbahn — zwischen 1936 und 1951 wurden 1.115 Exemplare produziert. Die Baureihe, intern auch „Degoichi" genannt, war für den gemischten Personen- und Güterverkehr auf Hauptstrecken ausgelegt und prägte Jahrzehnte lang das Bild der japanischen Eisenbahn. Die Lokomotive D51-691 ist als Freiluftexponat in Kyōto erhalten und gibt Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, dieses Stück japanischer Industriegeschichte aus der Nähe zu betrachten. Die letzte D51 wurde 1975 aus dem regulären Betrieb genommen; Exemplare wie dieses erinnern an eine Ära, in der die Eisenbahn das Rückgrat der japanischen Wirtschaft bildete.

  • Genji Monogatari Museum

    Genji Monogatari Museum

    Kyōto

    KulturGeheimtipps

    Das Genji Monogatari Museum in Uji bei Kyōto widmet sich dem ältesten Roman der Weltliteratur: dem Genji Monogatari, verfasst um das Jahr 1000 von der Hofdame Murasaki Shikibu. Das Werk schildert das Leben des Kaisersohns Genji und gibt einen tiefen Einblick in die elegante Hofkultur der Heian-Zeit. Das 1998 eröffnete Museum sammelt Abschriften und Materialien zum Roman und macht das höfische Leben mit Dioramen, Kostümen und multimedialen Präsentationen erlebbar. Uji selbst spielt in den letzten Kapiteln des Genji Monogatari eine zentrale Rolle, weshalb die Stadt als lebendiger Handlungsort des Romans gilt. Ein stiller, aber tief beeindruckender Ort für Literatur- und Kulturinteressierte.

  • Heian-Schrein

    Heian-Schrein

    Kyōto

    KulturNatur

    Der Heian-jingū in Kyoto wurde 1895 anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums erbaut und gehört zu den bekanntesten Schreinen der Meiji-Ära. Er ist den Kaisern Kanmu und Kōmei gewidmet – den ersten und letzten Kaisern, die Kyoto als Residenz nutzten. Besonders bekannt ist der großzügige Landschaftsgarten hinter dem Schreingebäude: ein klassischer japanischer Garten mit Teichen, Brücken und alten Baumbeständen, der im Frühling zur Kirschblüte zu einem der schönsten Plätze der Stadt wird. Der leuchtend orangerote Torii-Bogen am Eingang gehört zu den ikonischsten Motiven Kyotos.

  • Hirakata Park

    Hirakata Park

    Kyōto

    FamilienausflügeGeheimtipps

    Der Hirakata Park im Norden von Osaka zählt zu den ältesten Freizeitparks Japans und blickt auf mehr als ein Jahrhundert Geschichte zurück. Gegründet 1910 als Botanischer Garten, entwickelte er sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem vollwertigen Vergnügungspark mit Achterbahnen, Themenattraktionen und Sommerveranstaltungen. Auch heute ist der Park bekannt für seine saisonalen Highlights — insbesondere Kirschblüten-Events und beeindruckende Dahliengärten, die Hunderttausende anziehen. Der Hirakata Park ist ein Ort japanischer Freizeitkultur, der Generationen von Familien aus der Kansai-Region Freude bereitet hat und dabei seinen charmanten, unprätentiösen Charakter bewahrt hat.

  • Inori no Mori – Gedenkstätte Amagasaki

    Inori no Mori – Gedenkstätte Amagasaki

    Kyōto

    Kultur

    Inori no Mori – Wald des Gebets – ist die Gedenkstätte für die Opfer des Zugunglücks von Amagasaki vom 25. April 2005. Bei dem Unfall auf der JR Fukuchiyama-Linie entgleiste ein vollbesetzter Nahverkehrszug aufgrund überhöhter Geschwindigkeit und rammte ein Wohngebäude – 107 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Der Ort wurde auf dem Gelände des ehemaligen Unglückshauses errichtet und dient als stiller Raum für Trauer, Gedenken und Reflexion. Er ist kein Museum, sondern ein bewusst einfach gehaltener Naturraum mit Bäumen, Wegen und kleinen Gedenkzeichen.

  • Itsuo-Kunstmuseum Ikeda

    Itsuo-Kunstmuseum Ikeda

    Kyōto

    Kultur

    Das Itsuo-Kunstmuseum in Ikeda, Osaka, wurde 1957 auf Initiative des Unternehmers und Kunstsammlers Kobayashi Ichizō eröffnet, dessen Pseudonym Itsuo dem Museum seinen Namen gab. Die Sammlung umfasst rund 5.500 Werke, darunter 15 als wichtige Kulturgüter eingestufte Objekte sowie 20 wichtige Kunstwerke Japans. 1997 wurde das Gebäude durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Museum ist ein stilles, aber bedeutendes Zentrum japanischer Kunst im Großraum Osaka.

  • Iwashimizu Hachimangū

    Iwashimizu Hachimangū

    Kyōto

    Kultur

    Der Iwashimizu Hachimangū ist einer der bedeutendsten Shintō-Schreine Japans und wurde im Jahr 860 auf dem Berg Otoko südwestlich von Kyōto gegründet. Er diente als Ahnenheiligtum der Kaiserlichen Familie und zählt neben dem Ise-Schrein zu den zwei wichtigsten Reichsschreinen. Zehn Gebäude der Anlage, darunter die Haupthalle, sind als Nationalschätze Japans ausgewiesen. Der Schrein liegt auf einem bewaldeten Berggipfel und bietet eine besondere Atmosphäre fernab des Stadtlärms.

  • Kaiserliche Katsura-Villa

    Kaiserliche Katsura-Villa

    Kyōto

    KulturNatur

    Die Kaiserliche Katsura-Villa in Kyoto ist ein Ensemble aus Pavillons, Teehaeusern und kunstvoll angelegten Gaerten am westlichen Ufer des Katsura-Flusses. Entstanden im fruehen 17. Jahrhundert als Rueckzugsort kaiserlicher Prinzen, gilt der Komplex als Hoehepunkt klassischer japanischer Gartenkunst und Architektur. Die Anlage besteht aus mehreren Hauptpavillons mit versetzt angeordneten Raeumen und einem Teichgarten, der mit Teezeremonien und Mondbetrachtungen verbunden war. Als wichtiges Kulturgut Japans ist der Zugang auf gefuehrte Touren beschraenkt. Walter Gropius und andere modernistische Architekten priesen die Villa als Vorwegnahme des Funktionalismus.

  • Kennin-ji

    Kennin-ji

    Kyōto

    Kultur

    Der Kennin-ji im Stadtviertel Higashiyama in Kyoto ist einer der ältesten Zen-Tempel Japans, gegründet 1202. Als Haupttempel der ihm zugeordneten Rinzai-Schule gehört er zu den sogenannten Kyoto Gozan, den fünf bedeutendsten Zen-Tempeln der Stadt. Bekanntestes Kunstwerk ist das mächtige Drachen-Deckengemälde in der Haupthalle. Auf dem Tempelgelände finden sich gepflegte Steingärten und ruhige Wandelgänge, die zum Verweilen einladen. Der Tempel liegt mitten im belebten Gion-Viertel und bietet trotzdem einen erstaunlich besinnlichen Rückzugsort.

  • Kyoto Eisenbahnmuseum

    Kyoto Eisenbahnmuseum

    Kyōto

    KulturGeheimtipps

    Das Kyoto Eisenbahnmuseum wurde 1972 als Umekoji-Dampflokmuseum eröffnet und nach einem umfassenden Umbau 2016 unter neuem Namen wiedereröffnet. Betreiber ist JR West. Die Sammlung umfasst historische Dampf- und Elektrolokomotiven, Triebwagen und Wagons sowie interaktive Ausstellungen zur Geschichte der japanischen Eisenbahn. Ein Höhepunkt ist die Rundlokhalle mit originalen Dampflokomotiven, die regelmäßig in Betrieb genommen werden. Das Museum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Eisenbahnbegeisterte gleichermaßen.

  • アレフ大阪道場

    アレフ大阪道場

    Kyōto

    WissenMystik

    Dieses Trainingszentrum in Osaka gehört zu Aleph — der Nachfolgeorganisation von Ōmu Shinrikyō (Aum-Sekte), deren Giftgasanschlag in der Tokioter U-Bahn am 20. März 1995 zwölf Menschen tötete und tausende verletzte. Gegründet 1987 von Shōkō Asahara, der 2018 hingerichtet wurde, zählt die Gruppe zu den gefährlichsten religiösen Bewegungen der Nachkriegsgeschichte. Aleph steht unter staatlicher Beobachtung in Japan. Das Trainingszentrum ist kein öffentlicher Ort — der POI ist relevant als zeithistorisches Zeugnis der Präsenz dieser Gruppe.

  • 万博記念競技場

    万博記念競技場

    Kyōto

    Aktivitäten

    Das Expo '70 Commemorative Stadium in Suita, einer Stadt im Großraum Osaka, trägt seinen Namen als Erinnerung an die Weltausstellung 1970 — eine der bedeutendsten in der Geschichte Japans, die das Land der internationalen Welt in der Nachkriegsmoderne vorstellte. Das 1972 eröffnete Stadion vereint eine Fußball- und Leichtathletikanlage und bietet Platz für 21.000 Zuschauer. Zwischen 1980 und 2016 diente es Gamba Osaka als Heimspielstätte, bevor der Verein in sein neues Panasonic Stadium umzog. Das Expo-Gelände, auf dem sich das Stadion befindet, ist heute ein Park mit historischem Charme — ein Ort, der Osaka-Besuchern einen Blick auf die Trümmer und Denkmäler des Expo-Zeitalters ermöglicht.

  • 伏見城

    伏見城

    Kyōto

    ArchitekturKulturNatur

    Die Burg Fushimi im Stadtbezirk Fushimi von Kyoto wurde 1594 von Toyotomi Hideyoshi erbaut — dem mächtigsten Feldherrn der Sengoku-Zeit, der Japan nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs einte. Die Burg war Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse: 1600 wurde hier die Entscheidungsschlacht von Sekigahara vorbereitet, die Japan unter Tokugawa Ieyasu einte. Das heutige Burggebäude ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1964, umgeben von einem Park mit über 1.000 Kirschbäumen, der im Frühling zu einem der schönsten Hanami-Orte Kyotos wird. Der Burgberg bietet einen weiten Blick über die Stadt und den Fushimi Inari-Schrein in der Nähe.

  • 佛光寺

    佛光寺

    Kyōto

    Geheimtipps

    Der Bukkō-ji ist ein buddhistischer Tempel des Bukkōji-Zweiges der Shingon-Richtung im Herzen Kyōtos, gegründet 1212. Er gehört damit zu den ältesten noch bestehenden Tempelanlagen der alten Kaiserstadt und liegt im dicht bebauten südlichen Zentrum, wo Tempel und weltliches Stadtleben seit Jahrhunderten nebeneinander existieren. Die Anlage trägt den ehrwürdigen Beinamen Jūkoku-san und ist für ihre ruhige, zurückhaltende Atmosphäre bekannt — ein Kontrast zu den touristisch stark frequentierten Großtempeln der Stadt. Für Besucher, die abseits der ausgetretenen Pfade echtes Klosterleben in Kyōto suchen, bietet der Bukkō-ji einen authentischen Einblick in den alltäglichen Ritualbetrieb eines aktiven Shingon-Tempels im Stadtgefüge.

  • 大安寺

    大安寺

    Kyōto

    Geheimtipps

    Der Daian-ji ist ein buddhistischer Tempel in der Stadt Nara und zählt zu den „Sieben großen Tempeln der südlichen Hauptstadt" (Nanto Shichi Daiji). In der Nara-Zeit, als die Stadt noch Hauptstadt Japans war, gehörte der Daian-ji zu den bedeutendsten Kultstatten des Landes und wurde vom kaiserlichen Hof direkt gefördert. Heute sind von der einstigen Anlage nur noch wenige Gebäude erhalten — doch genau diese Stille und Schlichtheit macht einen Besuch besonders. Der Tempel liegt abseits der touristischen Hauptrouten Naras und bietet einen ungestörten Blick auf frühen japanischen Buddhismus.

  • 大覚寺

    大覚寺

    Kyōto

    ArchitekturNaturGeheimtipps

    Der Daikaku-ji ist einer der ältesten und bedeutendsten Tempel Kyōtos. Im Jahr 876 aus einer kaiserlichen Villa umgebaut, wurde er zum Haupttempel der Shingon-shū und blieb über Jahrhunderte eng mit dem japanischen Kaiserhaus verbunden. Besonders berühmt ist die Tempelanlage für den Ōsawa-Teich – einen der ältesten angelegten Gartenteiche Japans, der noch in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Die hölzernen Wandelgänge zwischen den einzelnen Hallen führen durch eine Stille, die man mitten in der geschäftigen Sagano-Gegend kaum erwartet. Heute ist der Daikaku-ji ein lebendiges Kloster: Shingon-Mönche zelebrieren täglich Rituale, und im Herbst verwandelt sich das Gelände in ein Meer aus rotem Laub. Der Tempel liegt nahe des Bambushains Arashiyama – ein idealer Start oder Abschluss für einen Tag im Westen Kyōtos.

  • 安土城

    安土城

    Kyōto

    ArchitekturNaturMystik

    Die Burg Azuchi war eine der bedeutendsten Burganlagen der japanischen Geschichte und gilt als erste moderne Burg des Landes. Erbaut ab 1576 von Oda Nobunaga, dem machthungrigen Kriegsherrn der Sengoku-Zeit, thronte sie auf einem Hügel am Ufer des Biwa-Sees in der heutigen Präfektur Shiga. Der siebengeschossige Hauptturm (Tenshu) war für seine Zeit außergewöhnlich hoch und mit vergoldeten Ornamenten geschmückt – ein Symbol für Nobunagas Machtanspruch. Nach seinem gewaltsamen Tod 1582 wurde die Burg nicht weiter unterhalten, verfiel und brannte nieder. Heute sind nur noch Grundmauern und Steinwälle erhalten, die von der einstigen Pracht zeugen.

  • 尼崎城

    尼崎城

    Kyōto

    ArchitekturWissen

    Die Burg Amagasaki in der Stadt Amagasaki, Praefektur Hyogo, war ein Tiefland-Schloss des Edo-Shogunats, Sitz der Sakurai-Matsudaira als Fudai-Daimyo. Erbaut 1617, wurde sie in der Meiji-Zeit (1868+) abgerissen. 2018 wurde ein Teil des Hauptturms auf privatem Grund wieder aufgebaut. Amagasaki liegt zwischen Osaka und Kobe im industriellen Kern der Kansai-Metropolregion.

  • 平等院

    平等院

    Kyōto

    KulturRomantik

    Der Byōdō-in in Uji, nahe Kyōto, ist einer der bedeutendsten buddhistischen Tempel Japans und gehört zum UNESCO-Welterbe. Ursprünglich 998 als aristokratische Villa in der Heian-Zeit erbaut, wurde die Anlage 1052 in einen Amida-Tempel umgewandelt. Das Herzstück bildet die Hōōdō — die Phönix-Halle — deren elegante Silhouette sich makellos im Teich davor spiegelt. Das Gebäude gilt als eines der schönsten Beispiele der klassischen japanischen Architektur der Heian-Ära. Im Inneren befindet sich eine goldene Amida-Buddha-Statue, die zum Nationalschatz Japans erklärt wurde. Das Abbild der Hōōdō ziert den japanischen 10-Yen-Münzen — ein stilles Zeichen, wie tief dieser Ort im nationalen Gedächtnis verankert ist.

  • 延暦寺

    延暦寺

    Kyōto

    Natur

    Das Enryaku-ji ist eines der spirituell bedeutendsten Klöster Japans. Der Mönch Saichō gründete es 788 auf dem Berg Hiei, dem natürlichen Schutzberg der damaligen Hauptstadt Heiankyō im Nordosten — der Himmelsrichtung, aus der nach japanischem Volksglauben das Böse kommt. Hier begründete Saichō den Tendai-Buddhismus in Japan, einer Tradition, die später fast allen anderen japanischen Schulen — Zen, Jōdo, Nichiren — als Ausgangspunkt diente. Das Klosterkomplex erstreckt sich über drei Zonen auf dem bewaldeten Bergrücken und umfasst Dutzende von Gebäuden, Schreine und Friedhöfe. Berühmt-berüchtigt ist das Kloster auch für seine Mönchssoldaten (Sōhei), die im Mittelalter mächtige politische Kräfte in Kyōto waren. Heute ist Enryaku-ji UNESCO-Weltkulturerbe und ein lebendiges Kloster, in dem täglich Zeremonien stattfinden.

  • 智積院

    智積院

    Kyōto

    KulturNatur

    Der Chishaku-in in Kyōto ist das Haupttempel-Kloster des Chizan-Zweiges der Shingon-Schule des Buddhismus und beherbergt rund 3.000 Untertempel. Seine Geschichte reicht ins frühe 17. Jahrhundert zurück: Toyotomi Hideyoshi ließ den Tempel ursprünglich zu Ehren seines jung verstorbenen Sohnes Tsurumatsu errichten; die Hauptgebäude entstanden um 1601. Berühmt ist der Chishaku-in vor allem für seine Fusuma-ga, großformatige Schiebetürgemälde aus der Momoyama-Zeit (16.–17. Jh.) von Hasegawa Tōhaku und seinem Sohn, die zu den bedeutendsten Kunstwerken Japans zählen. Der zugehörige Ziergarten ist nach dem Prinzip der Trockenlandschaft gestaltet und lädt zur Stille ein. Weniger bekannt als Kinkaku-ji oder Ryōan-ji, ist der Chishaku-in ein Geheimtipp für Kenner — ruhiger, weniger touristisch und kunsthistorisch außerordentlich bedeutsam.

  • 枚岡神社

    枚岡神社

    Kyōto

    Natur

    Der Hiraoka-Schrein in Higashiōsaka ist einer der ältesten Shintō-Schreine Japans und der Ursprungsschrein der berühmten Kasuga-Linie — alle vier Kasuga-Gottheiten wurden von hier nach Nara überführt, als der Kasuga-Taisha errichtet wurde. Der Schrein liegt eingebettet in einen alten Wald auf dem Hang des Ikoma-Gebirges und strahlt eine stille, zeitlose Atmosphäre aus. Schon im frühen 9. Jahrhundert erwähnt, gilt er als einer der bedeutendsten Schreine der Kinki-Region. Besonders die alten Waldpfade und der herbstliche Ahornschmuck machen den Hiraoka-Schrein zu einem unvergesslichen Ort der Stille und Spiritualität abseits der üblichen Touristenrouten.

  • 秋篠寺

    秋篠寺

    Kyōto

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Der Akishino-dera ist ein buddhistischer Tempel aus dem 8. Jahrhundert am Westrand von Nara, keiner der großen Sekten zugehörig — eine Rarität in Japans streng geordneter Tempellandschaft. Gegründet 776, beherbergt sein heutiger Haupthall (Hondō) einen Nationalen Schatz aus der Kamakura-Zeit. Besonders bekannt ist der Tempel für seine Skulptur der Gigei-ten, einer buddhistischen Gottheit der Künste — eine der seltensten Darstellungen dieser Art in Japan. Abseits der großen Touristenströme liegt der Akishino-dera in einem ruhigen Gartengelände.

  • 穴太寺

    穴太寺

    Kyōto

    ArchitekturGeheimtipps

    Der Anao-ji ist ein Tendai-Tempel in der Stadt Kameoka, Praefektur Kyoto, und die 21. Station des Saigoku-Kannon-Pilgerweges durch Westjapan. Hauptbildnis ist eine Statue des Sho-Kannon. Der Tempel liegt in ruhiger Landschaft am Rande der Tamba-Bergregion und gehoert zu den weniger besuchten Stationen des Pilgerweges — was ihm eine besondere Stille gibt.

  • 般若寺

    般若寺

    Kyōto

    ArchitekturKultur

    Der Hannya-ji ist ein buddhistischer Tempel in der Stadt Nara, Japan, und zählt zu den ältesten religiösen Stätten der Region. Er wurde 629 in der Asuka-Periode vom Priester Ekan gegründet und ist dem Monju Bosatsu – der Verkörperung der Weisheit – geweiht. Nach einem verheerenden Brand wurde der Tempel in der Kamakura-Zeit (12.–14. Jahrhundert) neu aufgebaut, wobei die charakteristische Pagode und der Haupttempel in dem für diese Epoche typischen nüchternen Holzbausstil entstanden. Der Hannya-ji ist besonders für sein prächtiges Cosmos-Blütenfeld im Herbst bekannt, das den Tempelbezirk in ein Meer aus rosafarbenen Blüten taucht und Besucher aus ganz Japan anzieht.

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