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Kultur

Kultur in Venedig

Venedig, die Lagunenstadt im Nordosten Italiens, verdichtet auf engstem Raum eine bemerkenswerte Fülle an Kulturstätten. Die Piazza San Marco bildet das historische Herzstück, flankiert von Baptisterium und dem gotischen Ca' d'Oro am Canal Grande. Bedeutende Kirchen wie die Basilica dei Frari, die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo und Santa Maria di Nazareth (Scalzi) bewahren Werke bildender Kunst aus Jahrhunderten. Auf der Insel Murano beeindruckt die Basilica dei Santi Maria e Donato, während die Basilica di San Pietro di Castello an Venedigs kirchliche Geschichte erinnert. Auch das antike Altinum und das Astronomische Observatorium Padovas gehören zum weiteren kulturellen Umfeld der Region.

47 Orte · Venedig, Italien · Redaktionell kuratiert

  • Santa Maria di Nazareth (Scalzi)

    Santa Maria di Nazareth (Scalzi)

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    Santa Maria di Nazareth, im Volksmund Scalzi genannt, ist eine Klosterkirche der Unbeschuhten Karmeliten im Sestiere Cannaregio, direkt neben dem Bahnhof Venezia Santa Lucia. Entworfen von Baldassarre Longhena, wurde der Bau Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen und gegen Ende des Jahrhunderts vollendet. Die prächtige Barockfassade von Giuseppe Sardi wurde 1683 hinzugefügt. Unmittelbar neben der Kirche führt die Ponte degli Scalzi über den Canal Grande — eine der wenigen Brücken, die den Hauptkanal überqueren. Ihr Name leitet sich vom Orden der Scalzi (Unbeschuhten) ab. Wer mit dem Zug in Venedig ankommt, betritt die Stadt fast unmittelbar im Sichtfeld dieser imposanten Fassade.

  • Abbazia di Praglia

    Abbazia di Praglia

    Venedig

    ArchitekturNaturGeschichte

    Die Abtei Praglia liegt am Fuß der Euganäischen Hügel, etwa zwölf Kilometer südwestlich von Padua. Das Benediktinerkloster geht auf das 11. Jahrhundert zurück und gehört zu den bedeutendsten aktiven Klöstern Norditaliens. Besonders bekannt ist es für seine Werkstatt zur Restaurierung alter Bücher und Handschriften – Mönche pflegen hier seit Jahrhunderten das Handwerk der Buchrestaurierung. Besucher können die Kreuzgänge, die gotisch-romanische Kirche und die barocke Bibliothek besichtigen; stille Tage und Einkehrangebote ziehen Menschen an, die dem Alltagslärm entfliehen möchten.

  • Abbazia di Santa Giustina

    Abbazia di Santa Giustina

    Venedig

    ArchitekturGeschichte

    Die Basilika Santa Giustina in Padua ist eine der größten Kirchen der Welt und gilt als wichtigstes Renaissancebauwerk des Veneto. Die Benediktinerabtei besteht seit dem 10. Jahrhundert; der heutige Kirchenbau mit seinen acht monumentalen Kuppeln wurde ab 1530 errichtet und erst im 17. Jahrhundert vollendet. Die Fassade blieb bewusst unverputzt – ein Zeichen benediktinischer Bescheidenheit, das sie deutlich von der nahegelegenen Basilika des Heiligen Antonius unterscheidet. Im Innern befinden sich Werke venezianischer Malerei sowie Reliquien der Heiligen Justina und des Evangelisten Lukas. Die Abtei liegt direkt am Prato della Valle, einem der größten Stadtplätze Europas.

  • Altinum

    Altinum

    Venedig

    GeschichteMystik

    Altinum war eine bedeutende Stadt der Veneter im heutigen Nordosten Italiens, nahe der Lagune von Venedig. Ihre Ursprünge reichen ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurück; unter römischer Herrschaft erlebte sie mit rund 20.000 Einwohnern eine Blütezeit als Handelshafen. Im 5. Jahrhundert plünderte Attila der Hunne die Stadt, ein Schock, der viele Bewohner auf die Laguneninseln trieb – aus denen schließlich Venedig entstand. Die endgültige Aufgabe erfolgte um 900 durch die Ungarneinfälle. Heute liegt das versunkene Stadtgebiet weitgehend unter Ackerland und wurde durch Luftbildarchäologie und Laserscanning kartiert.

  • Basilica dei Frari, Venedig

    Basilica dei Frari, Venedig

    Venedig

    Architektur

    Die Santa Maria Gloriosa dei Frari – kurz Frari – ist neben San Zanipolo die größte und kunsthistorisch bedeutendste gotische Kirche Venedigs. Der Bau der Franziskanerkirche im Sestiere San Polo begann um 1250 und dauerte über zwei Jahrhunderte. Innen beherbergt sie zwei Hauptwerke Tizians: die berühmte Himmelfahrt Mariens über dem Hochaltar sowie die Madonna di Ca' Pesaro. Daneben finden sich Grabmonumente vieler bedeutender Venezianer, darunter das prächtige Grabmal Tizians selbst. Die angegliederten Klostergebäude beherbergen seit 1817 das Staatsarchiv Venedigs mit Millionen von Dokumenten aus der Zeit der Serenissima.

  • Basilica dei Santi Giovanni e Paolo

    Basilica dei Santi Giovanni e Paolo

    Venedig

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Santi Giovanni e Paolo – venezianisch San Zanipolo – ist mit knapp 100 Metern Länge eine der größten Kirchen Venedigs. Die gotische Backsteinkiche im Sestiere Castello wurde ab dem 13. Jahrhundert von den Dominikanern errichtet. Sie gilt als Pantheon der venezianischen Dogen: Über 25 Dogen fanden hier ihre letzte Ruhestätte, ihre Prunkgräber prägen das Kircheninnere. Besonders eindrücklich ist das Grabmal des Dogen Pietro Mocenigo am Hauptportal. Die Kirche ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Venedig und ein Ort, an dem Kunstgeschichte und Stadtgeschichte unmittelbar nebeneinanderstehen.

  • Basilica dei Santi Maria e Donato, Murano

    Basilica dei Santi Maria e Donato, Murano

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Basilica dei Santi Maria e Donato auf der Glasinsel Murano ist eine der ältesten und eindrucksvollsten Kirchen der Lagune. Ihre Ursprünge reichen ins 7. Jahrhundert zurück; das heutige romanische Gebäude stammt überwiegend aus dem 12. Jahrhundert. Berühmt ist der Kirchenboden: Ein byzantinisches Mosaikpflaster aus dem 12. Jahrhundert, das Tiere, geometrische Motive und sakrale Szenen in leuchtenden Farben zeigt. Hinter dem Altar werden außerdem Knochen aufbewahrt, die der Legende nach von einem Drachen stammen, den der heilige Donatus einst bezwang. Als Teil des UNESCO-Welterbes Venedig und seine Lagune gehört die Kirche zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Italiens.

  • Basilica di San Pietro di Castello

    Basilica di San Pietro di Castello

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    San Pietro di Castello liegt auf einer kleinen Insel im äußersten Osten Venedigs – weit entfernt vom Rummel rund um den Markusplatz. Der heutige Renaissancebau stammt aus dem 16. Jahrhundert, doch eine Kirche steht hier seit dem 7. Jahrhundert. Von 1451 bis 1807 war San Pietro die offizielle Kathedrale von Venedig – eine Tatsache, die viele Besucher überrascht, da San Marco die Kathedrale war tatsächlich die Staatskirche des Dogen. Andrea Palladio entwarf als erstes kirchliches Werk in Venedig hier die Fassade. Heute ist die Kirche ruhig und wenig besucht – ein seltener stiller Ort inmitten der überlaufenen Lagunenstadt.

  • Basilika des Heiligen Antonius, Padua

    Basilika des Heiligen Antonius, Padua

    Venedig

    Architektur

    Die Basilika des Heiligen Antonius in Padua ist eines der wichtigsten Heiligtümer der katholischen Welt. Sie wurde ab 1232 errichtet, um das Grab des heiligen Antonius von Padua – gestorben 1231 – aufzunehmen, und vereint romanische und gotische Stilelemente zu einer eindrucksvollen Gesamtkomposition. Die acht Kuppeln erinnern an byzantinische Vorbilder; die Kirche ist der erste große Gewölbebau der Terra Ferma. Jährlich strömen Millionen Pilger hierher, um am Grab des Heiligen zu beten. Teile des Areals sind Bestandteil des Welterbes der Stadt Padua.

  • Ca d Oro Venedig

    Ca d Oro Venedig

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Ca d Oro – auf Venezianisch „Goldenes Haus" – ist einer der schönsten gotischen Paläste am Canal Grande in Venedig. Erbaut zwischen 1421 und 1440 für den Patrizier Marino Contarini, war die Fassade ursprünglich mit Ultramarin, Vermilion und echtem Blattgold verziert. Heute beherbergt das restaurierte Gebäude die Galleria Giorgio Franchetti, die neben mittelalterlichen Skulpturen auch Werke von Mantegna und Tizian zeigt. Von der Loggia des Palastes blickt man direkt auf das Treiben des Canal Grande – eine der markantesten Aussichten auf das venezianische Wasserleben.

  • Ca' Farsetti

    Ca' Farsetti

    Venedig

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Die Ca' Farsetti ist einer der ältesten Paläste am Canal Grande in Venedig und steht nahe der Rialtobrücke. Errichtet nach 1200 von Ranieri Dandolo, dem Sohn des berühmten Dogen Enrico Dandolo, ist sie ein früher Vertreter venezianischer Gotik mit Mehrfensterfassaden zum Kanal hin. Im 17. Jahrhundert kaufte die Familie Farsetti das Gebäude; 1826 erwarb es die Gemeinde und nutzt es seither als Stadtrathaus. Wer heute auf dem Canal Grande vorbeifährt, sieht die mächtige Steinfassade im Schatten der Rialtobrücke — eine der ältesten Schichten der Lagunenstadt.

  • Cappella degli Scrovegni

    Cappella degli Scrovegni

    Venedig

    Die Cappella degli Scrovegni in Padua ist eine der bedeutendsten Kunststätten des christlichen Abendlandes. Zwischen 1303 und 1305 ließ der Bankier Enrico Scrovegni die Kapelle erbauen – möglicherweise als Sühneakt für die Sünden seines Vaters, der als Wucherer in Dantes Inferno landet. Giotto di Bondone schuf hier einen vollständigen Freskenzyklus, der das Leben von Maria und Christus darstellt und als Wendepunkt der europäischen Malerei gilt: Erstmals werden Figuren mit psychologischer Tiefe und räumlicher Wirkung dargestellt, weg vom flachen byzantinischen Stil. Die Kapelle beherbergt auch Skulpturen von Giovanni Pisano. Seit 2021 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe der Padovanischen Fresken. Der Eintritt ist stark limitiert, Voranmeldung Pflicht.

  • Casa di Carlo Goldoni

    Casa di Carlo Goldoni

    Venedig

    ArchitekturWissen

    Die Casa di Carlo Goldoni ist das Geburtshaus und heutige Museum des venezianischen Dramatikers Carlo Goldoni (1707–1793), der die Commedia dell'arte reformierte und das moderne europäische Lustspiel mitprägte. Das kleine Palazzetto im Sestiere San Polo beherbergt seit 1931 ein Museum und eine Bibliothek für Theaterstudien. Besucher können historische Kostüme, Bühnenmodelle und Dokumente aus Goldonis Schaffen besichtigen sowie das charakteristische venezianische Innentreppenhaus des Gebäudes erleben. Goldonis Stücke — etwa „Die Kameliendame" oder „Il Servitore di due padroni" — gehören bis heute zum Standardrepertoire europäischer Bühnen.

  • Castello di Roncade

    Castello di Roncade

    Venedig

    ArchitekturKulinarikGeheimtipps

    Das Castello di Roncade, offiziell Villa Giustinian Ciani Bassetti, ist eine venezianische Villa nahe Treviso in der Region Venetien, die trotz ihres bürgerlichen Ursprungs das Aussehen einer mittelalterlichen Burg mit Türmen und Zinnen hat. Die umgebende Mauer mit ihren zinnenbewehrten Türmen wurde nicht zur Verteidigung gebaut, sondern als repräsentative Inszenierung adeliger Macht. Heute ist die Villa ein aktives Weingut und als nationales Denkmal anerkannt. Besucher können Wein probieren und das Anwesen erkunden, das von der Eleganz des venezianischen Adels der frühen Neuzeit erzählt.

  • Cattedrale di Santa Maria Assunta (Chioggia)

    Cattedrale di Santa Maria Assunta (Chioggia)

    Venedig

    NaturGeheimtipps

    Die Kathedrale von Chioggia ist das Gotteshaus des Bistums Chioggia und das größte Gebäude dieser kleinen Fischerstadt am südlichen Ende der venezianischen Lagune. Der heutige Barockbau wurde 1627 begonnen und ersetzte eine ältere Kirche. Chioggia gilt als das kleinere, authentischere Venedig — Touristen verirren sich seltener hierher, Einheimische prägen das Stadtbild. Im Inneren der Kathedrale befinden sich zahlreiche Kunstwerke, darunter Gemälde venezianischer Meister des 17. und 18. Jahrhunderts. Die umliegenden Kanäle und Fischmarktgassen machen einen Besuch zu einem ruhigeren Kontrast zum Trubel der Serenissima.

  • Cattedrale di Santa Maria Assunta (Torcello)

    Cattedrale di Santa Maria Assunta (Torcello)

    Venedig

    ArchitekturNaturGeschichte

    Die Kathedrale Santa Maria Assunta auf der Laguneninsel Torcello gehört zu den ältesten und bedeutendsten Sakralbauten Venetiens. Die erste Kirche entstand bereits im 7. Jahrhundert, als Torcello noch eine blühende Stadt mit zehntausenden Einwohnern war — lange bevor Venedig zur Weltmacht wurde. Im Inneren befinden sich die frühesten erhaltenen Mosaiken der Lagune: ein gewaltiges Jüngstes Gericht bedeckt die Westwand, während die Apsis eine thronende Madonna zeigt, beide aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Heute ist Torcello fast menschenleer, und gerade diese Stille macht den Besuch besonders eindringlich. Die Insel ist Teil des UNESCO-Welterbes Venedig und ihrer Lagune.

  • Chiesa degli Eremitani

    Chiesa degli Eremitani

    Venedig

    ArchitekturGeschichte

    Die Kirche der Eremitani in Padua ist eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, geweiht den Aposteln Philippus und Jakobus dem Jüngeren. Erbaut von den Augustiner-Eremiten, grenzt sie an das heutige Stadtmuseum mit der Scrovegni-Kapelle. Am 11. März 1944 wurde die Kirche bei einem alliierten Bombenangriff fast vollständig zerstört; dabei gingen die frühen Fresken Andrea Mantegnas aus der Ovetari-Kapelle weitgehend verloren. Nur wenige Fragmente konnten gerettet und mühsam rekonstruiert werden. Teile des Freskenprogramms gehören heute zum UNESCO-Welterbe der Freskenprogramme des 14. Jahrhunderts in Padua.

  • Chiesa degli Ognissanti

    Chiesa degli Ognissanti

    Venedig

    Architektur

    Die Chiesa degli Ognissanti ist eine Kirche im Sestiere Dorsoduro in Venedig, dem Allerheiligen geweiht. Ihre Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das zugehörige Kloster wurde ursprünglich von Zisterzienserinnen aus Torcello gegründet, später als Benediktinerinnenkloster weitergeführt und bestand bis 1807. Ein Vermächtnis aus dem Jahr 1888 ermöglichte die Umwandlung des verfallenen Klosterkomplexes zunächst in ein Hospiz, später in ein Krankenhaus. Die umliegenden Fondamenta und der Rio del Ognissanti tragen noch immer den Namen des Komplexes. Die Kirche liegt im ruhigeren südlichen Venedig und ist ein stiller Ort abseits der großen Touristenströme in Dorsoduro.

  • Chiesa dell'Abbazia della Misericordia

    Chiesa dell'Abbazia della Misericordia

    Venedig

    ArchitekturGeschichte

    Die Abbazia della Misericordia ist ein venezianischer Kirchenkomplex im nördlichen Sestiere Cannaregio mit einer Geschichte, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als Santa Maria di Val Verde bekannt, umfasste der Komplex eine Kirche, ein Hospiz für arme Frauen sowie eine der venezianischen Scuole — gegründet im Jahr 1310. Das legendäre Gründungsjahr 939 ist historisch umstritten; das Patronatsrecht lag bei der Familie Moro. Nach 1828 wurde die Kirche restauriert, danach mehrfach den Besitzer gewechselt und verschiedenen Zwecken zugeführt. Heute liegt der Komplex ruhig an den Fondamenta de l'Abazia, nördlich der Sacca della Misericordia — im nördlichsten Teil Cannareggios, abseits vom Massentourismus.

  • Chiesa di San Bartolomeo

    Chiesa di San Bartolomeo

    Venedig

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    San Bartolomeo ist eine Kirche am gleichnamigen Campo in Venedig, nahe der Rialtobrücke im Sestiere San Marco. Der Legende nach 840 gegründet, war sie über Jahrhunderte eng mit den deutschsprachigen Kaufleuten verbunden, die im nahe gelegenen Fondaco dei Tedeschi wohnten. Diese Händler aus dem Heiligen Römischen Reich statteten die Kirche reich aus und machten sie zum Zentrum ihrer Gemeinschaft. Die heutige Kirche ist ein frühbarockes Bauwerk des frühen 18. Jahrhunderts. Seit den 1980er Jahren dient sie als weltliche Kulturstätte für Ausstellungen.

  • Chiesa di San Giacomo dall''Orio

    Chiesa di San Giacomo dall''Orio

    Venedig

    ArchitekturGeheimtippsMystik

    San Giacomo dall''Orio ist eine der ältesten Kirchen Venedigs, die auf das Jahr 976 zurückgeht und im Sestiere Santa Croce liegt. Sie ist ein Paradebeispiel venezianischer Kirchenarchitektur, die über Jahrhunderte gewachsen ist: romanische Grundstruktur, gotische Umbauten, Renaissanceelemente. Besonders sehenswert ist das Grabmal von Giambattista Pittoni, einem der bedeutendsten venezianischen Maler des 18. Jahrhunderts, der 1767 starb. Die Kirche liegt an einem belebten Campo und ist ein lebendiger Teil des Stadtviertels abseits der großen Sehenswürdigkeiten.

  • Chiesa di San Giovanni in Bragora

    Chiesa di San Giovanni in Bragora

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    San Giovanni in Bragora im Sestiere Castello gehört zu den ältesten Kirchen Venedigs. Die Ursprünge reichen ins 7. Jahrhundert zurück; die heutige Gestalt stammt aus einem gotischen Umbau Ende des 15. Jahrhunderts. Die Kirche ist vor allem bekannt als Taufkirche von Antonio Vivaldi, der hier am 6. März 1678 getauft wurde. Der Taufschein ist noch heute im Kirchenarchiv erhalten. Im Inneren sind Gemälde von Alvise Vivarini und Cima da Conegliano zu sehen. Der angrenzende Campo Bandiera e Moro ist einer der ruhigeren Plätze im Castello-Viertel.

  • Chiesa di San Pietro Martire (Murano)

    Chiesa di San Pietro Martire (Murano)

    Venedig

    ArchitekturGeheimtipps

    San Pietro Martire ist eine der beiden Pfarrkirchen auf der Glasmacherinsel Murano, entstanden aus einem Dominikanerkloster des 14. Jahrhunderts. Das Kloster wurde 1806 unter napoleonischer Herrschaft aufgelöst, die Kirche blieb erhalten und beherbergt heute eine bedeutende Sammlung venezianischer Kunst. Zu den Highlights gehören ein Altarbild Giovanni Bellinis sowie Werke von Tintoretto. Im Unterschied zur zweiten Pfarrkirche auf Murano, der Basilica dei Santi Maria e Donato, strahlt San Pietro Martire eine intimere, weniger touristisch überformte Atmosphäre aus.

  • Chiesa di San Simeone Profeta

    Chiesa di San Simeone Profeta

    Venedig

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    San Simeone Profeta, auch San Simeone Grande genannt, ist eine Kirche im westlichen Sestiere Santa Croce in Venedig, deren Geschichte bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Sie liegt unweit des Bahnhofs Santa Lucia, aber auf der anderen Seite des Canal Grande. Das Adjektiv Grande unterscheidet sie von der benachbarten San Simeone Piccolo, die bis zu deren barocker Umgestaltung im 18. Jahrhundert die kleinere der beiden war. In der Nachbarschaft befinden sich der Palazzo Gradenigo und der Palazzo Soranzo Cappello. Der Campiello S. Simeone Grande erstreckt sich bis direkt vor die Kirche — ein ruhiger kleiner Platz abseits der Bahnhofshetze.

  • Chiesa di Santa Fosca

    Chiesa di Santa Fosca

    Venedig

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Die Chiesa di Santa Fosca liegt im Sestiere Cannaregio in Venedig, angrenzend an die Strada Nova, und überblickt den gleichnamigen Campo. Die Kirche ist der heiligen Fosca geweiht — einer berberischen Jungfrau und Märtyrerin, die zur Zeit des Prokonsuls Tiberius Claudius Quintianus lebte. Auf dem Campo steht das Denkmal des venezianischen Theologen und Staatsmanns Paolo Sarpi, an der Stelle, an der er Überlieferungen zufolge von päpstlichen Söldnern erstochen worden sein soll. Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Santa Fosca liegt direkt an der Strada Nova, der belebtesten Fußgängerroute zwischen Bahnhof und Rialto — mitten im Alltagsleben Cannareggios.

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