Markusplatz
Venedig
Natur
Venedig und seine Umgebung bieten mehr Natur, als man auf den ersten Blick erwartet. Die Laguna del Mort zieht sich als stilles Küstengewässer entlang der nördlichen Lagune, während die Flüsse Brenta, Bacchiglione und Adige die Terraferma durchziehen. Ruhige Grünflächen wie die Giardini Papadopoli in der Stadt oder das Giardino Eden Hundertwasser laden zum Verweilen ein. Weiter ins Hinterland führen Ausflüge zum Castello del Catajo und zum Ai Pioppi sowie zum stillen Brion-Grabmal inmitten der Landschaft. Auch auf Torcello und in Chioggia rahmen die Kathedralen Santa Maria Assunta weitläufige, ruhige Umgebungen ein.
9 Orte · Venedig, Italien · Redaktionell kuratiert
Venedig
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Die Abtei Praglia liegt am Fuß der Euganäischen Hügel, etwa zwölf Kilometer südwestlich von Padua. Das Benediktinerkloster geht auf das 11. Jahrhundert zurück und gehört zu den bedeutendsten aktiven Klöstern Norditaliens. Besonders bekannt ist es für seine Werkstatt zur Restaurierung alter Bücher und Handschriften – Mönche pflegen hier seit Jahrhunderten das Handwerk der Buchrestaurierung. Besucher können die Kreuzgänge, die gotisch-romanische Kirche und die barocke Bibliothek besichtigen; stille Tage und Einkehrangebote ziehen Menschen an, die dem Alltagslärm entfliehen möchten.
Venedig
Die Osteria ai Pioppi in Nervesa della Battaglia, Norditalien, ist gleichzeitig Restaurant und ein der seltsamsten Vergnügungsparks der Welt. Bruno Ferrin, der das Lokal 1969 gemeinsam mit seiner Frau Marisa eröffnete, hat über Jahrzehnte eigenhändig mehr als 50 Attraktionen gebaut — und das vollständig ohne Motoren. Alle Geräte — Schaukeln, Rutschen, Zentrifugen, Loopings — funktionieren ausschließlich durch Menschenkraft, Schwerkraft und Physik. Bruno war kein Ingenieur, sondern ein neugieriger Tüftler, der mit einfachen Materialien komplexe mechanische Strukturen schuf. Der Eintritt ist bis heute kostenlos. Wer hier isst, sitzt zwischen skurrilen selbstgebauten Stahlkonstruktionen in einem üppig bewachsenen Garten. Eine absolut eigenwillige, unvergessliche Mischung aus Gastronomie, Kunst und Physik.
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Der Bacchiglione ist ein Fluss in der norditalienischen Region Venetien, der von den Alpen durch Vicenza und Padua bis zur Mündung in den Brenta bei Chioggia fließt. Jahrhundertelang war er eine wichtige Wasserstraße bis hinauf nach Vicenza, oberhalb derer er nicht mehr schiffbar ist. Im 19. Jahrhundert wurde er durch einen Kanal mit der Etsch verbunden. An seinen Ufern liegen historische Stadtkernen und Brücken, die die Verbindung zwischen Alpenregion und Adriaküste geprägt haben.
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Die Kathedrale von Chioggia ist das Gotteshaus des Bistums Chioggia und das größte Gebäude dieser kleinen Fischerstadt am südlichen Ende der venezianischen Lagune. Der heutige Barockbau wurde 1627 begonnen und ersetzte eine ältere Kirche. Chioggia gilt als das kleinere, authentischere Venedig — Touristen verirren sich seltener hierher, Einheimische prägen das Stadtbild. Im Inneren der Kathedrale befinden sich zahlreiche Kunstwerke, darunter Gemälde venezianischer Meister des 17. und 18. Jahrhunderts. Die umliegenden Kanäle und Fischmarktgassen machen einen Besuch zu einem ruhigeren Kontrast zum Trubel der Serenissima.
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Die Kathedrale Santa Maria Assunta auf der Laguneninsel Torcello gehört zu den ältesten und bedeutendsten Sakralbauten Venetiens. Die erste Kirche entstand bereits im 7. Jahrhundert, als Torcello noch eine blühende Stadt mit zehntausenden Einwohnern war — lange bevor Venedig zur Weltmacht wurde. Im Inneren befinden sich die frühesten erhaltenen Mosaiken der Lagune: ein gewaltiges Jüngstes Gericht bedeckt die Westwand, während die Apsis eine thronende Madonna zeigt, beide aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Heute ist Torcello fast menschenleer, und gerade diese Stille macht den Besuch besonders eindringlich. Die Insel ist Teil des UNESCO-Welterbes Venedig und ihrer Lagune.
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Der Giardino Eden ist ein legendärer historischer Garten auf der Venezianer Insel Giudecca. Der englische Gärtner Frederic Eden legte ihn 1884 an und schuf eine üppige, etwas verwilderte Oase. Später gehörte er Prinzessin Aspasia von Griechenland und Königin Alexandra von Jugoslawien. Von 1979 bis 2000 lebte und arbeitete hier der Künstler Friedensreich Hundertwasser, der den Garten bewusst der Natur überließ. Das weitläufige Anwesen ist heute in Privatbesitz und selten öffentlich zugänglich – seine ungewöhnliche Geschichte macht es zu einem Geheimtipp Venedigs abseits der Touristenströme.
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