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Natur in Lissabon

Lissabon, die portugiesische Hauptstadt an der Mündung des Tejo, bietet überraschend viele Orte, an denen Natur und Stadtlandschaft ineinandergreifen. Der Bela Vista Park lädt zum Spazieren auf bewaldeten Hügeln ein, während die Aussichtspunkte Santa Luzia und Senhora do Monte weite Blicke über Dächer, Fluss und Horizont eröffnen. Entlang des Ufers reihen sich der Torre de Belém und die Praça do Comércio an das glitzernde Wasser des Tejo, überspannt von der markanten Brücke vom 25. April. Jenseits des Flusses thront das Nationale Heiligtum Christi des Königs über der Landschaft, und an der Atlantikküste bei Cascais fasziniert die Boca do Inferno mit ihrer Felsenschlucht.

30 Orte · Lissabon, Portugal · Redaktionell kuratiert

  • Praça do Comércio

    Praça do Comércio

    Lissabon

    ArchitekturKulturGeschichte+4

    Nach dem Erdbeben 1755 neu angelegter Hafenplatz, dreiseitig von Arkaden umschlossen, vierte Seite öffnet sich zum Tejo — Lissabons Tor zum Meer.

  • Torre de Belém

    Torre de Belém

    Lissabon

    ArchitekturKulturGeschichte+4

    1519er Festungsturm an der Tejo-Mündung, von dem die Karavellen in die Welt aufbrachen — UNESCO-Welterbe.

  • Alfama
    Google · Milena Trendafilova

    Alfama

    Lissabon

    ArchitekturKulturKulinarik+9

    Engste, älteste Gassen der Stadt unter dem Castelo, kleine Tavernas mit Fado, Wäsche an den Balkonen, Tram 28 mittendurch.

  • Castelo de São Jorge

    Castelo de São Jorge

    Lissabon

    ArchitekturKulturGeschichte+6

    Hügelfestung aus dem 11. Jh., 11 Türme, freilaufende Pfauen, 360°-Aussicht über Stadt + Tejo.

  • Miradouro da Senhora do Monte
    Google · Jorge Ferreira Cardoso

    Miradouro da Senhora do Monte

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps+4

    Aussichtsplattform über Lissabon mit Blick auf Castelo, Ponte 25 de Abril und Tejo — bei Sonnenuntergang die magischste Adresse.

  • Miradouro de Santa Luzia

    Miradouro de Santa Luzia

    Lissabon

    ArchitekturKulturGeschichte+4

    Aussichtsterrasse mit blau-weißen Azulejo-Wänden, Bougainvillea und Blick über die Alfama-Dächer aufs Wasser.

  • Bahnhof Barreiro

    Bahnhof Barreiro

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Bahnhof Barreiro liegt auf der Südseite des Tejo, direkt gegenüber von Lissabon – und war jahrhundertelang nur per Fähre zu erreichen. Das ist bis heute so: Vom Fährterminal Terreiro do Paço in Lissabon pendeln Fähren in etwa 15 Minuten herüber, ein Erlebnis, das schon für sich genommen lohnt. Der Bahnhof markierte historisch den Ausgangspunkt der Linha do Alentejo und damit die Verbindung in den weiten, kaum besiedelten Süden Portugals. Heute bedient die Linha do Sado die Strecke im Stundentakt und bringt Reisende über Setúbal bis an die Atlantikküste.

  • Bahnhof Lissabon Alcântara-Terra

    Bahnhof Lissabon Alcântara-Terra

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Bahnhof Alcântara-Terra liegt im ehemaligen Industrieviertel Alcântara, das sich heute zu einem der angesagtesten Stadtteile Lissabons entwickelt. Als Endpunkt der Linha de Cintura – dem Eisenbahngürtel, der Lissabon im Halbkreis umfasst – hat der Bahnhof eine wichtige Funktion als Umsteigeknoten zur Linha da Azambuja. Früher verband eine Fußgängerbrücke ihn mit dem einen Kilometer entfernten Bahnhof Alcântara-Mar; diese wurde 2008 abgerissen. Das Viertel selbst ist ein Kontrast aus alter Industriesubstanz und neuem Leben, mit Ateliers, Restaurants und dem modernen LX Factory-Gelände in unmittelbarer Nähe.

  • Boca do Inferno

    Boca do Inferno

    Lissabon

    GeheimtippsMystik

    „Schlund der Hölle" — der Name ist Programm. Die Boca do Inferno ist eine spektakuläre Felskluft an den Küstenklippen nahe Cascais, wo der Atlantik mit voller Wucht gegen den Kalkstein prallt und bei starkem Wellengang tosende Fontänen in die Höhe schleudert. Die natürliche Höhle und der vorgelagerte Klippenrand sind über einen Spazierweg vom Zentrum Cascais bequem zu erreichen. Der Ort hat auch eine mystische Dimension: 1930 inszenierte der Dichter Aleister Crowley hier seinen eigenen Tod als Kunstaktion — und tauchte kurz darauf lebend wieder auf. Heute lockt die Boca do Inferno Ausflügler, Fotografen und alle, die das rohe Naturschauspiel des Atlantiks hautnah erleben wollen.

  • Cabo da Roca

    Cabo da Roca

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteAktivitäten+1

    Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des europäischen Festlands und liegt auf 140 Metern über dem Atlantik westlich von Lissabon. Das Kap gehört zur Gemeinde Colares im Kreis Sintra und ist Teil des Naturparks Sintra-Cascais. Karge Felsküste trifft hier auf die unendliche Weite des Ozeans — ein Ort, der Entdecker und Seefahrer seit Jahrhunderten fasziniert. Camões beschrieb ihn als den Punkt, "wo das Land endet und das Meer beginnt". Ein Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert wacht über die schroffe Küstenlinie. Heute können Besucher Bescheinigungen erwerben, die ihren Besuch am Ende Europas bestätigen.

  • Campo de Lapiás de Negrais

    Campo de Lapiás de Negrais

    Lissabon

    ArchitekturWissen

    Das Campo de Lapiás de Negrais ist ein bemerkenswertes Karstgebiet in der Nähe von Lissabon, das durch jahrtausendelange Lösungsverwitterung von Kalkstein entstanden ist. Die Oberfläche ist von tiefen Rillen, Rinnen und scharfen Kanten durchzogen – sogenannten Karren –, die dem Gestein ein fast skulpturales Aussehen verleihen. Solche Lapiazfelder entstehen dort, wo Regenwasser leicht versauert und den weichen Kalkstein chemisch aufzulösen beginnt, zunächst entlang von Klüften und Rissen. Das Gebiet bei Negrais ist eines der beeindruckendsten Beispiele dieses Naturphänomens auf der Iberischen Halbinsel. Für Geologie-Interessierte und Naturliebhaber bietet es eine seltene Gelegenheit, aktive Karstprozesse aus nächster Nähe zu beobachten.

  • Castro de Chibanes

    Castro de Chibanes

    Lissabon

    KulturGeschichte

    Auf einem Hügel der Serra do Louro im Arrábida-Naturpark liegen die Überreste einer der bedeutendsten eisenzeitlichen Befestigungsanlagen Portugals. Das Castro de Chibanes war zwischen dem 6. und 2. Jahrhundert v. Chr. besiedelt — eine strategisch günstige Hochburg, von der aus die umliegenden Täler und der Zugang zum Meer zu überblicken waren. Archäologische Grabungen haben Keramik, Werkzeuge und Belege für Handel mit dem Mittelmeerraum ans Licht gebracht. Die Lage im Naturpark macht einen Besuch besonders attraktiv: Der Weg hinauf bietet Ausblicke über die Arrábida-Hügel bis zur Küste. Für Geschichtsinteressierte und Wanderer gleichermaßen ein lohnender Abstecher.

  • Convento dos Capuchos

    Convento dos Capuchos

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Das Convento dos Capuchos — auch Korkkloster genannt — liegt tief im Wald des Nationalparks Sintra-Cascais, rund fünf Kilometer südwestlich von Sintra. Die Franziskaner erbauten das Kloster 1548 in extremer Bescheidenheit: Die engen Zellen, Kapellen und Gänge sind vollständig mit Kork ausgekleidet, um Feuchtigkeit und Kälte abzuhalten. Lord Byron besuchte das Kloster 1809 und zeigte sich tief beeindruckt. Heute ist das Kloster als Ruine erhalten und lässt sich auf einem Rundgang erkunden. Die verwachsene Waldlage, die niedrigen Türen und die moosbedeckten Mauern verleihen dem Ort eine außergewöhnliche Atmosphäre des Rückzugs und der Stille.

  • Estufa Fria

    Estufa Fria

    Lissabon

    GeheimtippsWissen

    Die Estufa Fria – übersetzt „Kaltes Gewächshaus" – ist eine versteckte Gartenanlage im Parque Eduardo VII, unweit des Marquis de Pombal-Platzes in Lissabon. 1933 in einem ausgehöhlten Steinbruch angelegt, beherbergt sie drei miteinander verbundene Gewächshäuser: die Estufa Fria mit mediterranen und subtropischen Pflanzen unter einer luftigen Holzlatten-Konstruktion, die Estufa Quente mit tropischen Arten und die kleine Estufa Doce. Hunderte von Pflanzenarten, Wasserfälle, Teiche mit Goldfischen und schattige Wege erschaffen eine überraschende grüne Welt mitten in der Stadt. Der Eintritt ist günstig, die Anlage wenig überlaufen und bei Kennern als einer der schönsten Geheimtipps Lissabons bekannt. Seither wurde sie mehrfach erweitert.

  • Farol de Cacilhas

    Farol de Cacilhas

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteAktivitäten

    Der Farol de Cacilhas ist ein kleiner, aber geschichtsträchtiger Leuchtturm in der Ortschaft Cacilhas am Südufer des Tejo, gegenüber von Lissabon. Er wurde 1886 direkt am Fährhafen errichtet und sicherte bis zu seiner Außerdienststellung 1978 die Durchfahrt von Handelsschiffen und Fähren auf dem breiten Tejo-Mündungsarm. Das kompakte Bauwerk aus dem späten 19. Jahrhundert ist ein charakteristisches Element des historischen Cacilhas-Ufers. Wer von Lissabon mit der Fähre überquert, sieht ihn als erstes Wahrzeichen Cacilhas – eingerahmt vom Blick auf die Cristo-Rei-Statue und die Hängebrücke Ponte 25 de Abril.

  • Farol do Cabo da Roca

    Farol do Cabo da Roca

    Lissabon

    GeheimtippsAussicht

    Der Leuchtturm am Cabo da Roca steht am westlichsten Punkt des europäischen Festlands — dort, wo der Kontinent mit 140 Meter hohen Klippen in den Atlantik stürzt. Luis de Camões, der große portugiesische Dichter, bezeichnete diesen Ort im 16. Jahrhundert als „das Ende der Welt". Der erste Leuchtturm wurde 1758 errichtet; das heutige Bauwerk stammt in seinen wesentlichen Teilen aus dem 19. Jahrhundert und ist noch immer in Betrieb. Rund um den Leuchtturm bietet sich ein dramatisches Panorama: weiße Brandung, Fels und endloser Ozean. Cabo da Roca gehört zur Gemeinde Colares im Kreis Sintra und liegt innerhalb des Naturparks Sintra-Cascais. In einem kleinen Besucherzentrum kann man eine offizielle Urkunde erwerben, die bestätigt, dass man am westlichsten Punkt Europas gewesen ist.

  • Flugplatz Cascais

    Flugplatz Cascais

    Lissabon

    AktivitätenWissen

    Der Flugplatz Cascais liegt im Ortsteil Tires der Gemeinde São Domingos de Rana, rund sechs Kilometer vom Zentrum Cascais und 19 Kilometer westlich der Lissabonner Innenstadt entfernt. Er ist der wichtigste Kleinflughafen der Lissabonner Küstenregion und dient hauptsächlich der Allgemeinen Luftfahrt – von Privatflügen über Segelflug bis hin zu Fallschirmspringen. Das Gelände liegt nahe der Atlantikküste, was Starts und Landungen aus der Luft besonders reizvoll macht. Für Besucher, die nicht selbst fliegen, bietet der Platz gelegentlich Flugschauen und ist ein Treffpunkt der lokalen Fliegergemeinschaft.

  • Garten des großen Feldes

    Garten des großen Feldes

    Lissabon

    GeheimtippsRomantik

    Der Jardim do Campo Grande, offiziell Jardim Mário Soares, ist einer der langgezogenen Stadtparks Lissabons — über 1,3 Kilometer erstreckt er sich zwischen den beiden Fahrbahnen der Avenida do Campo Grande im Stadtbezirk Alvalade. Die Parkanlage ist bis zu 15 Hektar groß und bietet Schatten unter alten Bäumen, angelegte Teiche, Brunnen und Spazierwege. Familien, Studierende der nahegelegenen Universität Lissabon und Lissabonner Alltags-Spaziergänger teilen sich das Grün. Die Metrostation Campo Grande direkt am Parkende macht ihn gut erreichbar und zu einem natürlichen Treffpunkt im Norden der Stadt.

  • Garten des Palastes Marquês de Fronteira

    Garten des Palastes Marquês de Fronteira

    Lissabon

    ArchitekturGeschichteRomantik

    Der Palácio dos Marqueses de Fronteira im Lissabonner Stadtteil São Domingos de Benfica gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der portugiesischen Renaissancearchitektur. Der Palast und sein Garten gehören zu den wenigen Bauten, die das verheerende Erdbeben von 1755 unbeschadet überlebt haben. Besonders eindrucksvoll sind die Gartenterrassen mit großflächigen Azulejo-Wandbildern, die Szenen der portugiesischen Geschichte und Mythologie darstellen – ein einzigartiges Zeugnis des Glanzes des portugiesischen Adels.

  • Naturreservat Sado-Mündung

    Naturreservat Sado-Mündung

    Lissabon

    Geheimtipps

    Das Naturreservat an der Sado-Mündung erstreckt sich über rund 23.000 Hektar im Süden Portugals zwischen den Orten Alcácer do Sal, Comporta und Setúbal. Seit 1980 steht das weitläufige Ästuarsystem unter Schutz und zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten der Iberischen Halbinsel. Rund 9.500 Hektar sind Salinen, in denen bis heute traditionell Meersalz gewonnen wird. Das Reservat beherbergt seltene Zugvögel, Delfine und bedeutende Flamingopopulationen. Die Landschaft aus Pinienwäldern, Reisfeldern und Salzfeldern nahe der Atlantikküste ist einzigartig in Europa.

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