Pastéis de Belém
Lissabon
Erfinder der Pastel de Nata seit 1837, Geheimrezept, immer Schlange, drinnen verschachtelte Azulejo-Säle für 400 Gäste.
Architektur
Lissabon schichtet Bauepochen übereinander wie kaum eine andere europäische Hauptstadt. Im Stadtteil Alfama thront das Castelo de São Jorge über mittelalterlichen Gassen, während der Torre de Belém am Tejo die manuelinische Steinmetzkunst des frühen 16. Jahrhunderts verkörpert. Am Praça do Comércio öffnet sich die Stadt mit dem Rua-Augusta-Bogen zum Fluss hin. Gegenüber am Südufer grüßt das Heiligtum Cristo Rei, und die Hängebrücke vom 25. April verbindet beide Ufer majestätisch. Von den Aussichtspunkten Senhora do Monte und Santa Luzia lässt sich dieses Stadtpanorama besonders gut überblicken.
30 Orte · Lissabon, Portugal · Redaktionell kuratiert
Lissabon
Erfinder der Pastel de Nata seit 1837, Geheimrezept, immer Schlange, drinnen verschachtelte Azulejo-Säle für 400 Gäste.
Lissabon
Nach dem Erdbeben 1755 neu angelegter Hafenplatz, dreiseitig von Arkaden umschlossen, vierte Seite öffnet sich zum Tejo — Lissabons Tor zum Meer.
Lissabon
1519er Festungsturm an der Tejo-Mündung, von dem die Karavellen in die Welt aufbrachen — UNESCO-Welterbe.

Lissabon
Engste, älteste Gassen der Stadt unter dem Castelo, kleine Tavernas mit Fado, Wäsche an den Balkonen, Tram 28 mittendurch.
Lissabon
Der Arco da Rua Augusta ist das Wahrzeichen der Baixa Pombalina in Lissabon — ein Triumphbogen aus dem 19. Jahrhundert, der den nordlichen Abschluss der Praca do Comercio bildet und den Auftakt der Rua Augusta markiert. Nach dem grossen Erdbeben von 1755 im Rahmen des pombalinischen Wiederaufbaus geplant, wurde er erst 1873 fertiggestellt. Auf der Spitze thronen allegorische Figuren von Ruhm, Tapferkeit und Genie; die Innenansicht bietet eine Aussichtsplattform mit Panorama auf Praca und Tejo.
Lissabon
Hügelfestung aus dem 11. Jh., 11 Türme, freilaufende Pfauen, 360°-Aussicht über Stadt + Tejo.

Lissabon
Originaler Markt von 1892, seit 2014 in der östlichen Halle als kuratierte Foodhall — beste portugiesische Köche unter einem Dach.

Lissabon
Aussichtsplattform über Lissabon mit Blick auf Castelo, Ponte 25 de Abril und Tejo — bei Sonnenuntergang die magischste Adresse.
Lissabon
Aussichtsterrasse mit blau-weißen Azulejo-Wänden, Bougainvillea und Blick über die Alfama-Dächer aufs Wasser.
Lissabon
Lissabon
Lissabon
Lissabon
Der Bahnhof Agualva-Cacém liegt an einer strategisch wichtigen Verzweigung im Lissaboner Vorortbahnnetz: Hier trennt sich die Linha do Oeste von der Linha de Sintra. Für Durchreisende ist er vor allem als Umsteigeknoten relevant, der Verbindungen Richtung Sintra, Lissabon und entlang der Westküste ermöglicht. Das Gebäude selbst ist funktional und modern gehalten, ohne architektonische Besonderheiten. Wer die portugiesische Kleinstadt Agualva-Cacém erkunden möchte, findet hier seinen Ausgangspunkt.
Lissabon
Der Bahnhof Barreiro liegt auf der Südseite des Tejo, direkt gegenüber von Lissabon – und war jahrhundertelang nur per Fähre zu erreichen. Das ist bis heute so: Vom Fährterminal Terreiro do Paço in Lissabon pendeln Fähren in etwa 15 Minuten herüber, ein Erlebnis, das schon für sich genommen lohnt. Der Bahnhof markierte historisch den Ausgangspunkt der Linha do Alentejo und damit die Verbindung in den weiten, kaum besiedelten Süden Portugals. Heute bedient die Linha do Sado die Strecke im Stundentakt und bringt Reisende über Setúbal bis an die Atlantikküste.
Lissabon
Der Bahnhof Alcântara-Terra liegt im ehemaligen Industrieviertel Alcântara, das sich heute zu einem der angesagtesten Stadtteile Lissabons entwickelt. Als Endpunkt der Linha de Cintura – dem Eisenbahngürtel, der Lissabon im Halbkreis umfasst – hat der Bahnhof eine wichtige Funktion als Umsteigeknoten zur Linha da Azambuja. Früher verband eine Fußgängerbrücke ihn mit dem einen Kilometer entfernten Bahnhof Alcântara-Mar; diese wurde 2008 abgerissen. Das Viertel selbst ist ein Kontrast aus alter Industriesubstanz und neuem Leben, mit Ateliers, Restaurants und dem modernen LX Factory-Gelände in unmittelbarer Nähe.
Lissabon
Lissabon
Die Basílica da Estrela — offiziell Real Basílica e Convento do Santíssimo Coração de Jesus — ist ein barocker Kirchenbau im Lissabonner Stadtviertel Estrela, der eine besondere Stellung in der Kirchengeschichte einnimmt: Sie ist die weltweit erste Kirche, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht wurde. Königin Maria I. ließ sie als Dankopfer für die Geburt ihres Sohnes José erbauen; die Weihe erfolgte 1790. Die weiße Fassade mit ihrer mächtigen Kuppel, die über das Viertel thront, prägt das Stadtbild bis heute. Im angeschlossenen Karmeliterkloster befindet sich eine sehenswerte Krippe aus dem 18. Jahrhundert mit über 500 handgefertigten Terrakottafiguren. Die Basilika ist täglich geöffnet und gilt als eines der schönsten Gotteshäuser Lissabons.
Lissabon
Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des europäischen Festlands und liegt auf 140 Metern über dem Atlantik westlich von Lissabon. Das Kap gehört zur Gemeinde Colares im Kreis Sintra und ist Teil des Naturparks Sintra-Cascais. Karge Felsküste trifft hier auf die unendliche Weite des Ozeans — ein Ort, der Entdecker und Seefahrer seit Jahrhunderten fasziniert. Camões beschrieb ihn als den Punkt, "wo das Land endet und das Meer beginnt". Ein Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert wacht über die schroffe Küstenlinie. Heute können Besucher Bescheinigungen erwerben, die ihren Besuch am Ende Europas bestätigen.
Lissabon
Das Campo de Lapiás de Negrais ist ein bemerkenswertes Karstgebiet in der Nähe von Lissabon, das durch jahrtausendelange Lösungsverwitterung von Kalkstein entstanden ist. Die Oberfläche ist von tiefen Rillen, Rinnen und scharfen Kanten durchzogen – sogenannten Karren –, die dem Gestein ein fast skulpturales Aussehen verleihen. Solche Lapiazfelder entstehen dort, wo Regenwasser leicht versauert und den weichen Kalkstein chemisch aufzulösen beginnt, zunächst entlang von Klüften und Rissen. Das Gebiet bei Negrais ist eines der beeindruckendsten Beispiele dieses Naturphänomens auf der Iberischen Halbinsel. Für Geologie-Interessierte und Naturliebhaber bietet es eine seltene Gelegenheit, aktive Karstprozesse aus nächster Nähe zu beobachten.
Lissabon
Das Casa-Museu Medeiros e Almeida ist eines der faszinierendsten Hausmuseen Lissabons. Es befindet sich in der ehemaligen Residenz des Sammlers António de Medeiros e Almeida (1895–1986) in der Rua Rosa Araújo 41. Das Museum wurde 1970 gegründet und bewahrt die außergewöhnliche Privatsammlung seines Gründers: Porzellan aus China, Japan und Europa, antike Uhren, Silber, Gemälde und Möbel aus verschiedenen Epochen. Die Räume sind so eingerichtet, wie Medeiros e Almeida selbst darin gelebt hat — ein intimer Blick in die Welt eines passionierten Kunstsammlers des 20. Jahrhunderts.
Lissabon
Das Castelo dos Mouros — die Burg der Mauren — thront auf einem felsigen Kamm über dem märchenhaften Sintra. Die Burganlage wurde vermutlich im 8. Jahrhundert von den Mauren errichtet und diente über Jahrhunderte als strategischer Aussichtsposten. Nach der Reconquista im 10. Jahrhundert fiel sie an die Portugiesen; König Fernando II. ließ sie im 19. Jahrhundert romantisch restaurieren. Heute ist die Ruine Teil der UNESCO-Kulturlandschaft Sintra und bietet einen der spektakulärsten Panoramablicke der Region — über Sintra, den Atlantik und an klaren Tagen bis nach Lissabon.
Lissabon
Der Cemitério do Alto de São João ist einer der größten und geschichtsreichsten Friedhöfe Lissabons. Er liegt in der Stadtgemeinde Penha de França und wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Der Friedhof beherbergt eindrucksvolle Grabmonumente, Mausoleen und Kapellen, die die Geschichte Lissabons vom 19. Jahrhundert bis in die Neuzeit widerspiegeln. Als stiller Rückzugsort inmitten der Stadt bietet er eine besondere Atmosphäre und gibt Einblicke in die portugiesische Funeralarchitektur und Bestattungskultur.
Lissabon
Der Cemitério dos Prazeres — auf Deutsch „Friedhof der Freuden", ein Name, der seinen morbiden Charme kaum verhehlt — liegt im Lissaboner Viertel Estrela und gehört zu den schönsten und beeindruckendsten Friedhöfen Europas. Gegründet 1833 während einer Choleraepidemie, breitet sich das weitläufige Gelände über Hügel aus, die mit Mausoleen und Grufthäusern bebaut sind — eine Miniaturstadt aus Marmor, Azulejos und Eisen, in der die Geschichte der portugiesischen Oberschicht lesbar wird. Zypressen und Lorbeer spenden Schatten, Katzen streifen zwischen den Grabsteinen. Der Endpunkt der Straßenbahn 28 liegt direkt vor dem Haupteingang, was den Friedhof gut erreichbar macht. Hier lässt sich Lissabon auf ungewöhnliche, stille Weise erleben — fern vom Trubel der Alfama.
Lissabon
Das Central Tejo ist ein ehemaliges Kohlekraftwerk im Lissabonner Stadtteil Belém, das von 1909 bis 1972 die portugiesische Hauptstadt mit Strom versorgte. Erbaut von der Vereinten Gas- und Elektrizitätsgesellschaft CRGE, war es über Jahrzehnte das Herzstück der Stromversorgung Lissabons. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und erweitert, sodass verschiedene Konstruktions- und Produktionsetappen ablesbar sind – von der Frühphase der Elektrifizierung bis zur Nachkriegszeit. Heute beherbergt das weitläufige Industriegebäude das Museu da Eletricidade (Elektricitätsmuseum), das die Geschichte der Elektrizität in Portugal anschaulich erzählt. Originale Maschinen, mächtige Turbinen und die rohe Industriearchitektur machen das Central Tejo zu einem der faszinierendsten Museen Lissabons. Es liegt direkt am Tejo-Ufer, in Gehweite des Torre de Belém und des Padrão dos Descobrimentos.
Lissabon
Das Centro de Arte Moderna José de Azeredo Perdigão — kurz CAM — ist das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Lissabon. Es wurde 1983 auf dem parkähnlichen Stiftungsgelände eröffnet und zeigt eine der bedeutendsten Sammlungen portugiesischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das lichtdurchflutete Museumsgebäude aus Beton und Glas gilt selbst als architektonisches Highlight. Neben Gemälden und Skulpturen beherbergt es Kunsthandwerk, Design und Fotografie. Der umliegende Skulpturengarten lädt zum Verweilen ein.
Lissabon
Lissabon
Lissabon
Das Coliseu dos Recreios ist einer der ältesten und schönsten Konzertsäle Lissabons, gelegen in der Rua das Portas de Santo Antão im Stadtteil Pena. 1890 als Varietétheater eröffnet, diente es im Laufe des 20. Jahrhunderts auch als Zirkus und Filmpalast, bevor es wieder zu einer Spielstätte für Konzerte wurde. Der runde Bau mit seiner eleganten Fassade und dem stimmungsvollen Innensaal fasst rund 4.000 Besucher. Heute ist das Coliseu ein zentraler Veranstaltungsort der Lissaboner Musikszene, wo nationale und internationale Künstler aus Pop, Fado, Klassik und Rock auftreten.
Lissabon
Das Convento dos Capuchos — auch Korkkloster genannt — liegt tief im Wald des Nationalparks Sintra-Cascais, rund fünf Kilometer südwestlich von Sintra. Die Franziskaner erbauten das Kloster 1548 in extremer Bescheidenheit: Die engen Zellen, Kapellen und Gänge sind vollständig mit Kork ausgekleidet, um Feuchtigkeit und Kälte abzuhalten. Lord Byron besuchte das Kloster 1809 und zeigte sich tief beeindruckt. Heute ist das Kloster als Ruine erhalten und lässt sich auf einem Rundgang erkunden. Die verwachsene Waldlage, die niedrigen Türen und die moosbedeckten Mauern verleihen dem Ort eine außergewöhnliche Atmosphäre des Rückzugs und der Stille.
Lissabon
Der Elevador de Santa Justa ist das wohl markanteste Bauwerk des Lissabonner Stadtzentrums: ein fast 45 Meter hoher Personenaufzug aus ornamental verziertem Gusseisen, der den Flachstadtteil Baixa mit dem höhergelegenen Chiado verbindet. Entworfen vom Ingenieur Raoul Mesnier de Ponsard und 1902 eröffnet, war er zunächst mit Dampf, seit 1907 elektrisch betrieben. Die neogotischen Ornamente und die filigrane Metallstruktur erinnern an Gustave Eiffel — kein Wunder, denn Mesnier de Ponsard war Schüler des berühmten Franzosen. Auf der Aussichtsplattform ganz oben öffnet sich ein Panorama über die Baixa, den Tejo und den Castelo de São Jorge.
Weiter entdecken
Bewerte Orte per Swipe — TravelType lernt aus deinen Tags, was dir gefällt, und kuratiert deine eigene Karte. Privat, bis du es teilen willst.